Homebias verringert Chancen 5 Gründe, warum China ins Portfolio gehört

Neue Rangordnung auf dem G20-Gipfel in Hamburg: Chinas Staatschef Xi Jinping wurde direkt neben der deutschen Bundeskanzlerin platziert | © Getty Images

Neue Rangordnung auf dem G20-Gipfel in Hamburg: Chinas Staatschef Xi Jinping wurde direkt neben der deutschen Bundeskanzlerin platziert Foto: Getty Images

1.  China ist zu Unrecht aus dem Blick geraten

In der ersten Hälfte des Jahres blickten die Investoren vor allem auf die USA und Europa. Die wirtschaftliche Entwicklung in Asien und der Volksrepublik China geriet dabei aus dem Blick. Aber nicht erst seit dem G20-Gipfel in Hamburg, auf dem China eine Schlüsselrolle spielte, sollten Investoren das Land stärker in ihren Fokus rücken. Die Region ist insgesamt vielversprechend und hat sich deutlich von anderen Schwellenländern abgekoppelt. Die Bevölkerung ist jung und wächst, die Binnennachfrage ist stark. Im Hinblick auf die Binnennachfrage ist China wohl das prominenteste und wichtigste Beispiel.

2. Chinesische Aktien sind längst salonfähig

Schritt für Schritt haben sich Aktien aus der Volksrepublik als seriöses Investment etabliert. Zuletzt war das sichtbar an der Nachricht, dass der MSCI Emerging Markets Index für Schwellenländer in diesem August insgesamt 222 chinesische, in Renminbi notierende „A-Aktien“ aufnehmen wird. Es handelt sich um große Finanz- und Industriefirmen, viele in Staatsbesitz. Dass die Ratingagentur Moody’s China unlängst zurückgestuft hat, dürfte aus Sicht von Catherine Yeung, Investment Director von Fidelity in Hongkong, die Märkte kaum beeinträchtigen.

3. China öffnet sich für ausländische Investoren

Inzwischen arbeitet die Börse in Hongkong nicht mehr nur mit der in Shanghai zusammen, sondern auch mit der Börse in Shenzhen – das macht es Ausländern leichter, auf dem chinesischen Festland zu investieren. Fidelity ist in China fest verwurzelt. Bereits seit 2004 ist Fidelity International im Land aktiv und zählt zu den wichtigsten Offshoremanagern in China. Und: Seit diesem Frühjahr darf Fidelity als erster ausländischer Asset-Manager selbstständig und ohne die sonst üblichen regionalen Partner oder Joint Ventures lokale Investmentprodukte im chinesischen Markt an heimische Kunden vertreiben. Dafür hat die Asset Management Association of China (AMAC), die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde, Fidelity jüngst die Lizenz zur Gründung einer sogenannten Wholly Foreign-Owned Enterprise (WFOE), also einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft, erteilt.

4. Deutsche Investoren sind auf heimische Werte fixiert

Untersuchungen zufolge liegt der Anteil heimischer Aktien in einem durchschnittlichen deutschen Portfolio bei 60 bis 70 Prozent. Gemessen an ihrer Marktkapitalisierung haben deutsche Unternehmen nur einen Weltmarktanteil von 2,4 Prozent. Investoren erliegen dem typischen „Homebias“ und verpassen dadurch Chancen auf anderen Märkten. Der Homebias kann dringend benötigte Erträge schmälern. Insbesondere Asien und China sind in deutschen Portfolios häufig unterrepräsentiert.

5. China-Strategien decken verschiedene Anlageschwerpunkte ab

China ist ein so großer und differenzierter Markt, dass man sich ihm mit unterschiedlichen Ansätzen nähern kann und muss. Investoren können etwa die Dynamik im chinesischen Konsumgütermarkt nutzen und ihr Geld in wachstumsstarken Unternehmen mit Preissetzungsmacht oder Übernahmekandidaten anlegen. Sie können nach unterbewerteten Titeln suchen, hinter denen gute Geschäftsmodelle und kompetente Führungsteams stehen – die also Wachstumspotenzial haben. Oder sie können sich besonders flexibel aufstellen. So nutzen sie die Anlagemöglichkeiten auf den bisweilen volatilen asiatischen Märkten, ohne das Risiko zu stark zu erhöhen.

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