Honestas-Pitch Die Anlagekonzepte der drei Finalisten

Hat ein Absolute-Return-Mandat des Family Office Honestas zu vergeben: Geschäftsführender Gesellschafter Stefan Kirchner

Hat ein Absolute-Return-Mandat des Family Office Honestas zu vergeben: Geschäftsführender Gesellschafter Stefan Kirchner

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Seit Herbst vergangenen Jahres begleitet DAS INVESTMENT die Ausschreibung eines Absolute-Return-Mandats des Family Office Honestas. Das Mandat soll dritter Baustein des FO Vermögensverwalterfonds (WKN: A1J ZLG) des Hamburger Family Office werden. Vorgaben waren eine angestrebte Performance von jährlich 4 Prozent bei einer geringen Volatilität von maximal 3 Prozent. Wir berichteten bereits über die Ausschreibung (Das Ticket) und über die drei Finalisten (Das Finale). Dies sind die Fondsboutiquen First Private Investment Management (First Private) aus Frankfurt, Mars Asset Management aus Bad Homburg und Wave Management aus Hannover. Folgen soll und wird in der kommenden Ausgabe der Sieger der Mandatsvergabe. Zuvor aber, und auf vielfachen Wunsch unserer Leser, gewähren wir einen Einblick in die bei Honestas eingereichten Anlagevorschläge der Finalisten. Wie beantworteten sie Fragen rund um das Absolute-Return-Mandat? Wie beschreiben sie Anlagevorschlag, Risikomanagement und Alleinstellungsmerkmale? Die kompletten eingereichten Unterlagen zu veröffentlichen würde den Rahmen sprengen, handelt es sich dabei doch um Dutzende Seiten pro Finalist. Wir stellen stattdessen die von Leserseite gewünschten Passagen der Bewerbungsunterlagen in prägnanter Kürze dar.

Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?


First Private: Zwei Ziele standen bei der Entwicklung unseres Multi-Strategie-An-satzes im Vordergrund. Erstens soll dieser möglichst zinsunabhängige Erträge erzielen, und zweitens soll der Ansatz Extrem-risiken absichern. Wichtigste Steuerungs-größe ist die effektive Einhaltung des maximalen Verlustrisikos. Im Vordergrund der täglichen Arbeit für den FO Vermögensverwalterfonds stünde daher immer das Ziel, ein möglichst asymmetrisches Chance-Risiko-Profil zu erarbeiten. Die eingereichte Strategie umfasst bewusst einen sehr hohen Diversifikationsgrad und stellt auf eine Maximierung der risikoadjustierten Erträge ab. Gerade bei volatilen Marktverhältnissen steigen die Korrelationen zwischen den Anlageklassen, sodass eine einfache Streuung über die typischen Risiko-Assets nicht mehr ausreicht.     

Mars Asset Management: Unser Wettbewerbsvorteil resultiert aus dem erprobten Investmentprozess, der sich nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch in steigen-den Marktphasen bewährt hat. Der Track Record beginnt im Gegensatz zu den meisten Bewerbern bereits vor der Lehman-Krise. Die eingereichte Anlagestrategie liefert asymmetrische Renditen durch dynamische Asset Allocation von liquiden Märkten ohne Leerverkäufe und Kredit-aufnahme. Die Besonderheit ist die Dynamik im Zeitablauf. In Krisenzeiten können risikobehaftete Anlageklassen 0 Prozent des Portfolios betragen. Der Aufbau von Risikopositionen nach dem Ende einer Krise erfolgt zeitnah, sodass der Kapitalschutz langfristig nicht mit Renditenachteilen verbunden ist. Das rigorose Risikomanagement kommt auf mehreren Ebenen zum Tragen: bei der Vorauswahl der Anlageklassen im Rahmen der Risikoanalyse und bei der Safety-First-Portfolio-Optimierung.

Wave Management: Unsere Kernkompetenz umfasst das Erreichen absoluter positiver Renditen, unabhängig von der übergeordneten Kapitalmarktentwicklung. Das eingereichte Konzept wird im Anlageuniversum der europäischen Aktien- und Rentenmärkte umgesetzt. Besonders macht uns, dass wir nicht nur über Anlageklassen, sondern hauptsächlich über Handelsstrategien und damit verschiedene Werttreiber streuen. Die Bandbreite der Allokationsquoten ist bewusst groß und ermöglicht dem Team ein weitgehend restriktionsfreies, situatives Agieren. Aus Gründen von Kostenersparnis und Reaktionsgeschwindigkeit würden für den FO Vermögensverwalterfonds – soweit möglich – liquide Derivate eingesetzt.