HSH Nordbank stellt sich quer Rettungsversuch gescheitert: Reederei Rickmers kündigt Insolvenz an

Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen: Die Hamburger Reederei Rickmers muss Insolvenz anmelden | © Getty Images

Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen: Die Hamburger Reederei Rickmers muss Insolvenz anmelden Foto: Getty Images

Am heutigen Donnerstag sollten Anleihegläubiger über das Rettungskonzept für die Hamburger Reederei Rickmers abstimmen. Dazu wird es aber nicht mehr kommen. Denn einer der Geldgeber, die HSH Nordbank, zog überraschend seine Zustimmung zum Rettungskonzept des Unternehmens zurück. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend.

„Der HSH-Vorstand hat das Rickmers-Sanierungskonzept sorgfältig geprüft und erachtet dieses als betriebswirtschaftlich nicht tragfähig,“ zitieren die Agenturen einen HSH-Sprecher. Damit ist die Rettung des traditionsreichen Hamburger Unternehmens gescheitert. Die Reederei wird nun demnächst einen Insolvenzantrag stellen.

Die Versammlung der Anleihegläubiger findet heute aber trotzdem statt. Darin wird es aber nur noch um die Wahl eines gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger gehen.

Hintergrundinfo: Die Hamburger Traditionsreederei leidet bereits seit Jahren unter der Schifffahrt-Krise, die die gesamte Branche erfasst hat. Die Finanzschulden von Rickmers belaufen sich derzeit insgesamt auf mehr als eine Milliarde Euro. Um seine Reederei zu retten, wollte Alleininhaber Bertram Rickmers unter anderem auf 75,1 Prozent seiner Anteile verzichten und sie auf die Luxemburger Holding Luxco übertragen. Diese sollte dann diese Anteile verkaufen und mit den Erlösen die Gläubiger auszahlen.