Im Crashtest: Aktienfonds Deutschland

Ein Mechaniker von Deckel Maho montiert eine Fräsmaschine: Die Tochterfirma gehört zum Gildemeister-Konzern, der mittlerweile mit der japanischen Firma Mori Seiki kooperiert. Gut für die Aktionäre. (Foto: DMG Mori Seiki Aktiengesellschaft)

Ein Mechaniker von Deckel Maho montiert eine Fräsmaschine: Die Tochterfirma gehört zum Gildemeister-Konzern, der mittlerweile mit der japanischen Firma Mori Seiki kooperiert. Gut für die Aktionäre. (Foto: DMG Mori Seiki Aktiengesellschaft)

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Die Deutschen sind und bleiben Aktien-Muffel. Aktuellen Zahlen des Deutschen Aktieninstituts zufolge waren im ersten Halbjahr 2013 lediglich 9,4 Millionen von ihnen direkt oder indirekt über Fonds in Dividendentitel investiert – das sind noch einmal knapp 100.000 weniger als im Krisenjahr 2008.

Wenn überhaupt, dann trauen sich die Anleger hierzulande noch am ehesten an heimische Werte. Doch seit der Dax die Marke von 9.000 Punkten überschritten hat, erscheint selbst das vielen riskanter denn je.

Zu Unrecht, denn die Nachrichten zur deutschen Wirtschaft sind nach wie vor gut. So erwarten die fünf Wirtschaftsweisen, dass das Bruttoinlandsprodukt 2014 um 1,6 Prozent wächst. Die Eurozone hat die Rezession hinter sich gelassen, und auch die globale Konjunktur soll 2014 wieder an Fahrt gewinnen.

„Deutschland bleibt ein Kraftprotz“, kommentiert Christoph Frank, Leiter der Börsenredaktion des Verlagshauses Platow Medien. Zusammen mit seinen Kollegen berät er die Deutsche-Bank-Tochter DB Platinum bei der Titelauswahl für den DB Platinium III Platow (WKN: A0JEJH) – und zwar sehr erfolgreich.

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Mit 244 Punkten belegt der Fonds im jüngsten Crash-Test von 59 deutschen Aktienfonds Platz 1. Auf Platz 2 und 3 folgen der Acatis Aktien Deutschland ELM (163701) von Frank Lübberstedt und der GS&P Fonds Deutschland Aktiv (986169) von Harald Berres (siehe Tabelle).

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Überzeugt gibt sich Frank vor allem von der bekannten Stärke des deutschen Mittelstands: „Viele exportstarke Firmen aus dem Mid- und Small-Cap-Bereich sind in ihrer Nische sehr gut positioniert und verdienen auskömmliche Margen.“

Branchen-Lieblinge hat der Berater aufgrund des systematischen Stockpicking-Ansatzes seines Fonds keine. „Derzeit bleiben in unserem Auswahlfilter aber relativ viele Automobilzulieferer und Software-Firmen hängen, umgekehrt keinerlei Banken und Immobilienunternehmen“, so Frank.