Im Fahrwasser des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen Shareholder Value Management legt Frankfurter Stiftungsfonds auf

Ulf Becker (li.) managt den frisch aufgelegten Frankfurter Stiftungsfonds. Becker ist neben Frank Fischer (re.) Vize-Investmentschef bei Shareholder Value Management

Ulf Becker (li.) managt den frisch aufgelegten Frankfurter Stiftungsfonds. Becker ist neben Frank Fischer (re.) Vize-Investmentschef bei Shareholder Value Management

Das Frankfurter Fondshaus Shareholder Value Management geht mit einem neuen Fonds an den Start: Seinem Namen entsprechend richtet sich der zum 1. September startende Frankfurter Stiftungsfonds zuallererst an Stiftungen. Diese müssen einen Drahtseilakt vollbringen: Sie sind einerseits verpflichtet, das Stiftungsvermögen zu erhalten und sollen es darüber hinaus noch mit Gewinnen aufstocken – bei Niedrigzinsen und wankelmütigem Aktienmärkten keine einfache Aufgabe.

Diesen Zwiespalt will der neu aufgelegte Frankfurter Stiftungsfonds  zu überwinden helfen. Im Gegensatz zum bekannten Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der nach hohen Mittelzuflüssen offiziell keine Neukundengelder mehr annimmt, geht der frisch aufgelegte Fonds vorsichtiger zur Sache. Die Strategie des Frankfurter Stiftungsfonds, für den in erster Linie Co-Investmentchef Ulf Becker verantwortlich zeichnet, soll auf drei Säulen fußen:

  • Stärkste von ihnen ist ein marktneutrales Aktienportfolio, das rund 70 Prozent der verwalteten Mittel beherbergt und rund 100 Titel enthält. Jeder von ihnen erhält im Aktienportfolio ein Gewicht von einem Prozent. Shareholder Value Management verspricht, sie nach dem hauseigenen Stockpicking-Prinzip aus dem Angebot der etablierten Märkte herauszufiltern.
  • Zweite Säule sind Optionsstrategien, über die in unterschiedlichen Marktszenarien Gewinne erwirtschaftet werden sollen.
  • Dritte Säule bilden flexible Investmentchancen, die sich aus der Betrachtung von Makro-Daten ergeben sollen. Hier könne das Fondsmanagement Derivate wie Future-Kontrakte einsetzen, erläutert Vertriebschef Philipp Prömm. Die dritte Säule soll gleichzeitig die Risikosteuerung des Fonds übernehmen und Kredit- und Währungsrisiken absichern.

Weil sich der Frankfurter Aktienfonds in erster Linie an Stiftungen richtet und diese an regelmäßige Zinserträge gewöhnt sind, soll der Fonds viermal im Jahr Erträge ausschütten – drei bis vier Prozent jährlich sind angedacht, verrät Prömm. Den Fonds wird es in verschiedenen Anteilsklassen je für institutionelle Anleger, speziell für Stiftungen und für Privatanleger geben. Wer schnell handelt, kann auch in eine Gründer-Anteilsklasse investieren, die bis zu 50 Millionen Euro aufnimmt. Dafür verlangt sie geringere Verwaltungsgebühren von bis zu 1,10 Prozent, für Privatanleger sind es bis zu 1,5 Prozent.

Worin unterscheidet sich der neue Fonds vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen?

Mit einer angepeilten Zielrendite von 5 bis 7 Prozent ist der Frankfurter Stiftungsfonds defensiver ausgerichtet als der 2008 aufgelegte Blockbuster des Hauses, der – von heute aus betrachtet – mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs von über 11 Prozent pro Jahr glänzen kann. Dafür, erläutert Prömm, sei der neue Fonds durch seine Sicherungsstrategie nicht dem direkten Aktienmarktrisiko ausgesetzt. Aktienseitig werde neben der hauseigenen Value-Strategie auch ein gewisser Anteil von Momentum zum Tragen kommen, verrät der Vertriebschef. Neu am Frankfurter Stiftungsfonds ist ebenfalls die von Becker initiierte Derivate-Strategie. Ulf Becker steht seit Jahresbeginn 2017 als Co-Investmentchef Frank Fischer zur Seite.