Immer weniger private Altersvorsorge Diese 2 Riester-Formen wachsen gegen den Trend


Der oben dargestellte Vertragsbestand ist um stornierte Verträge bereinigt. Der Anteil der ruhend gestellten Verträge, für die im Berichtszeitraum keine Beiträge geleistet wurden, wird nach BMAS-Angaben auf gut ein Fünftel geschätzt.

Um insgesamt etwa 23.000 wuchs der Bestand an Investmentfonds- und Eigenheimrente-Verträgen zum so genannten Riestern in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Das geht aus aktuellen Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hervor. 

Demnach entspricht der Zuwachs um etwa 14.000 Verträgen für den so genannten Wohn-Riester einem Plus um 0,83 Prozent. Die Zahl der Fonds-Sparpläne wuchs um etwa 9.000, was bei einem knapp doppelt so hohen Ausgangswert Ende 2016 einem Wachstum um 0,28 Prozent entspricht. 

Insgesamt betrachtet verzeichnet das von Andrea Nahles geführte Bundesministerium zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres insgesamt etwa 28.000 Riester-Verträge weniger als Ende vorigen Jahres. Das entspricht einem Minus von 0,17 Prozent. 

Zurückzuführen ist der jüngste Rückgang bei den Altersvorsorge-Verträgen vor allem auf den sinkenden Bestand von Riester-Policen: Zulagenfähige Versicherungsverträge dominieren zwar seit ihrer Einführung vor 16 Jahren den Riester-Markt. Doch seit 2013 ist ihr kontinuierliches Wachstum auf Jahressicht gebrochen. 

Der jüngste Rückgang um etwa 40.000 Versicherungen zwischen Anfang Januar und Ende März entspricht einem Minus von 0,37 Prozent. Sogar um 1,55 Prozent zurückgegangen ist aktuell der Bestand der Riester-Banksparverträge. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase sank ihre Zahl seit Ende 2014 um insgesamt etwa 52.000.