Immobilien-Dachfonds: Haben sie Schuld an der Immobilienfonds-Krise?

Tropensturm über Miami<br/>Quelle: Getty Images

Tropensturm über Miami
Quelle: Getty Images

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Spätestens mit der Schließung des Allianz Premium Immobilien-Anlagen, dem Verweis der UBS im Kontext der Anteilsrücknahmeaussetzung des UBS 3 Sector Real Estate Europe auf Dachfondsverkäufe und mit Blick auf die erhebliche Spread-Ausweitung an den Börsen will man die Schuldigen schnell erkannt haben und wird bereits die Sinnfrage gestellt (Mehr zum Thema im Special "Immobilienfonds in der Krise").

Grund genug, der Spezies Immobilien-Dachfonds hier einmal einige Überlegungen zu widmen.

Zunächst einmal kann es nicht überraschen, dass diese von den offenen Immobilienfonds abgeleitete Anlageform analog der Problematik eines Teils ihres Anlageuniversums ins Gerede gekommen ist. Wohlgemerkt, „eines Teils ihres Universums“.

Immobilien-Dachfonds gedanklich auf den blanken Kauf von Immobilien-Publikumsfonds zu reduzieren, birgt die Gefahr, ihre Möglichkeiten und Strategien zu unterschätzen.

Da die Immobilien-Dachfondsmanager den ihnen erteilten Managementauftrag schon in der Vergangenheit unterschiedlich interpretierten, liefern die Ergebnisse auch ein uneinheitliches Bild ab. Pauschalaussagen und -urteile führen vor diesem Hintergrund am Ziel und einer notwendigen Versachlichung der Diskussion vorbei.

Immobilie-Dachfonds – das oft verkannte Wesen

Will man die Immobilien-Dachfonds verstehen, beschäftigt man sich am besten mit ihrer Historie, die ihren Anfang 2004 mit der Auflage des DJE Real Estate nahm.