Income aus Dividenden Erträge erreichten 2017 weltweit neuen Höchststand

Käsepromotion auf der Grünen Woche: Bruttoinlandsprodukt und Dividenden in den Niederlanden wachsen kräftig. | © Getty Images

Käsepromotion auf der Grünen Woche: Bruttoinlandsprodukt und Dividenden in den Niederlanden wachsen kräftig. Foto: Getty Images

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Die weltweiten Dividenden stiegen im Jahr 2017 um 7,7 Prozent auf die Rekordsumme von 1.252 Milliarden US-Dollar. Das um Wechselkursbewegungen, Sonderdividenden (Einmalzahlungen) und weitere Faktoren bereinigte zugrundeliegende Wachstum betrug 6,8 Prozent, wobei alle Regionen der Welt Zuwächse verzeichneten.

Steigerung um fast 75 Prozent

Der Janus Henderson Global Dividend Index (JHGDI) erreichte mit 171,2 Punkten  vergangenes Jahr einen neuen Rekordstand. Die globalen Dividendenzahlungen sind demnach seit 2009 um fast drei Viertel gestiegen. In elf der 41 im Index vertretenen Länder wurden neue Rekorde aufgestellt, unter anderem in den USA, Japan, der Schweiz, Hongkong, Taiwan und den Niederlanden. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen waren geringer als in früheren Jahren, worin sich die breite Erholung der Weltwirtschaft zeigt.

Im vierten Quartal 2017 entsprach das Wachstum mit 6,4 Prozent exakt unserer Vorhersage. Die ausgewiesenen Dividenden von 258,9 Milliarden US-Dollar übertrafen unsere Erwartungen und markierten einen klaren Rekord. Höhere Sonderdividenden, ein schwächerer US-Dollar, zeitliche Effekte und Indexänderungen leisteten ebenfalls Beiträge, sodass am Ende ein ausgewiesenes Wachstum von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war.

Die USA waren in den vergangenen Jahren der Hauptmotor des weltweiten Dividendenwachstums. Hier nahm die Konjunktur nach einem eher schwachen Jahr 2016 im Jahr 2017 wieder deutlich Fahrt auf und erreichte 5,9 Prozent auf ausgewiesener beziehungsweise 6,3 Prozent auf zugrundeliegender Basis. US-Unternehmen zahlten in 2017 die Rekordsumme von 438,1 Milliarden US-Dollar an ihre Aktionäre. Allerdings lag dieses Ergebnis etwas unter dem globalen Durchschnitt, da der Anstieg in anderen Regionen rapider verlief.

Dividendenrekord auch in der Asien-Pazifik-Region

Ein Rekordjahr war 2017 auch für die asiatisch-pazifische Region (ohne Japan). Dort stieg die Summe der Ausschüttungen um 18,8 Prozent auf 139,9 Milliarden US-Dollar. Maßgeblich trugen dazu außergewöhnlich hohe Sonderdividenden in Hongkong bei. Die höchste stammte von China Mobile, das seine Aktionäre mit einer Dividendenrendite von 4,75 Prozent beglückte.

In Hongkong, Taiwan und Südkorea wurden ebenfalls neue Jahresrekorde aufgestellt. Das zugrundeliegende Wachstum für die Region war mit 8,6 Prozent imposant. Spitzenreiter waren Taiwan und Südkorea mit zweistelligen Zuwächsen.

Auch Australien verzeichnete mit 9,7 Prozent ein kräftiges zugrundeliegendes Wachstum. Japan schloss sich mit einem Plus von 11,8 Prozent (nach Berücksichtigung des schwächeren Yen) dem Kreis der Rekordbrecher an. In allen Branchen und bei den meisten Unternehmen legten die Ausschüttungen auf Yen-Basis zu.

In den Schwellenländern wurde ebenfalls ein kräftiges Dividendenwachstum registriert, das allerdings weit unter dem Höchststand aus dem Jahr 2013 lag. Ein enormer Anstieg der Ausschüttungen war 2017 in Russland zu vermelden, während China, wo die Ausschüttungen zwei Jahre hintereinander gesunken waren, eine dritte Enttäuschung in Folge erspart blieb.