Income-Strategie Regelmäßige Erträge bei begrenztem Risiko erzielen

Weinlese in Rüdesheim: Wie ein Weinberg liefern Income-Strategien regelmäßige Ernte-Erträge | © Getty Images

Weinlese in Rüdesheim: Wie ein Weinberg liefern Income-Strategien regelmäßige Ernte-Erträge Foto: Getty Images

Warum sollten Anleger auf Income-Strategien setzen?

Karl Huber: Ein altes Sprichwort besagt: Von nichts kommt nichts. Einfach ausgedrückt: Das Niedrigzinsumfeld – wie wir es mittlerweile seit Jahren erleben – macht es unmöglich, mit traditionellen Anlagen wie Sparbüchern, Staatsanleihen oder Ähnlichem nachhaltig Erträge zu erwirtschaften. Und daran wird sich aller Voraussicht nach erst einmal nichts ändern. Investoren kommen nicht umhin, Anlagen zu suchen, die beispielsweise einen regelmäßigen Kapitalfluss in Form von Ausschüttungen bieten. Definitiv sollten daher Income­Strategien in keinem Anlegerdepot fehlen.

Wie lautet Ihr Erfolgsrezept in aller Kürze?

Thomas Radinger: Wir setzen mit unserer Investmentphilosophie seit jeher darauf, attraktive Erträge zu erwirtschaften, die wir an unsere Anleger ausschütten können. Dabei sind wir an keine Benchmark gebunden. Dazu investieren wir in Aktien von Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen und vereinnahmen zusätzlich Optionsprämien. Parallel zielen wir mit der fundamentalen Aktienauswahl auf langfristiges Kapitalwachstum. Wir profitieren somit von mehreren Ertragsquellen, die wir je nach Marktlage stärker oder schwächer nutzen. Ganz klar liegt aber der Hauptfokus auf Income.

Sie wollen auch 2018 wieder einen Ertrag von 6,75 Prozent erzielen. Ist das trotz des Niedrigzinsniveaus eine realistische Kalkulation?

Karl Huber: Unsere Ertragsprognose hat Hand und Fuß. Das haben wir in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, denn wir konnten sie bisher in jedem Jahr erfüllen. Das Schöne an Dividenden ist, dass sie vorher angekündigt werden und wir damit eine Planungsgrundlage haben. Doch das eigentlich Besondere an unserem Fonds ist, dass wir zusätzlich zu den Dividenden noch eine substanzielle Extrarunde Ertrag aus einer Optionsstrategie erwirtschaften. Mit diesem innovativen Investmentansatz müssen wir uns unter den europäischen Aktienfonds keineswegs verstecken.

Wie gehen Sie beim Management des Fonds konkret vor?

Thomas Radinger: Wir investieren zunächst in etwa 55 bis 70 europäische Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Für die aktuell nicht unerheblichen Extra­Erträge können wir via der sogenannten „Covered Call Writing“­Strategie zusätzlich kurzfristige Kaufoptionen auf einzelne Aktien im Fonds verkaufen und im Gegenzug die Optionsprämien vereinnahmen. So konnten wir bisher in jedem Jahr die von uns prognostizierten Zielerträge für unsere Anleger erwirtschaften. Die Erträge schütten wir zweimal jährlich, im Januar und Juli, an unsere Anleger aus. Parallel dazu profitieren sie von unserer Einzeltitelauswahl, die auf unserem hauseigenen Research basiert. So können wir auch die Kurschancen der im Fonds gehaltenen Aktien nutzen.

Für welche Investoren ist der Fonds besonders interessant?

Karl Huber: Der Fonds eignet sich besonders für Anleger, die auf der Suche nach regelmäßig wiederkehrenden Erträgen sind, die deutlich über den Erträgen von Festgeld oder sicheren Anleihen liegen. Außerdem sollten sie bereit sein, ein gewisses Aktienrisiko in Kauf zu nehmen. Sie erhalten zweimal im Jahr einen planbaren Betrag zu einem festen Zeitpunkt auf ihrem Konto gutgeschrieben. Gerade Letzteres macht den Erfolg der Anlage aus Kundensicht messbar, kalkulierbar und somit leicht verständlich.

Zu guter Letzt: Was ändert sich durch die Fusion von Amundi und Pioneer Investments bei Ihrem Fonds?

Thomas Radinger: Nur der Fondsname. Der Fonds ist erfolgreich, sodass es keinen Grund für Änderungen von Strategie oder Investmentprozess gibt. Allerdings werden diese erleichtert durch die hohen Research-Kapazitäten von Amundi, die wiederum dem Fonds und damit auch unseren Investoren zugutekommen.