Indexfonds aufgelöst Lyxor baut Produktpalette um

Arnaud Llinas, Leiter ETF und Indexing bei Lyxor: „Bis Ende 2018 werden wir die Komplexität für alle Anleger deutlich verringert haben.“ | © Lyxor

Arnaud Llinas, Leiter ETF und Indexing bei Lyxor: „Bis Ende 2018 werden wir die Komplexität für alle Anleger deutlich verringert haben.“ Foto: Lyxor

Lyxor verschlankt seine Fondspalette und schließt nach eigenen Angaben elf ETFs, die nach mindestens zwei Jahren kein ausreichendes Anlegerinteresse mehr verzeichnen und ein verwaltetes Vermögen von weniger als zehn Millionen Euro aufweisen. „Durch die Schließung unattraktiver Fonds können wir unsere Kräfte für neue und innovative Lösungen bündeln, was allen unseren Kunden zugutekommt“, sagt Arnaud Llinas, Head of ETF und Indexing bei Lyxor.

Von FCP zu Sicav

Bereits seit September überführt Lyxor Fonds, die bisher als FCPs (Fonds Commun de Placement) strukturiert waren, in luxemburgische oder französische Sicavs. Als Grund nennt die Fondsgesellschaft, dass Sicavs aus steuerlichen und bilanziellen Gründen um einiges unkomplizierter sind und daher vermehrt von Vermögensverwaltern nachgefragt werden. 

Zudem will Lyxor Anteilsklassen von ETFs zusammenfassen, damit Anleger von Größe und Liquidität der Hauptanteilsklasse profitieren können. Außerdem mangelte es Lyxor zufolge bislang an Flexibilität, um Anteile über verschiedenen Börsen hinweg zu handeln.

Lyxor verschmelzt Anteilsklassen

„Um die Liquidität zu verbessern und den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern, legen wir nun Anteilsklassen von ETFs innerhalb der Hauptanteilsklassen zusammen“, sagt Llinas. „So können wir die Liquidität in der Hauptanteilsklasse bündeln, was dazu beiträgt, diese für den Anleger zu erhöhen und die Spreads zu verringern.“

Bei sechs ETFs sei dies bereits umgesetzt. Weitere Umstellungen sollen in den kommenden Monaten folgen. „Bis Ende 2018 werden wir die Komplexität für alle Anleger deutlich verringert haben“, so Llinas. Aktuell managt Lyxor Asset Management ein Vermögen von insgesamt rund 124 Milliarden Euro.