Indexfonds ETF-Anbieter entdecken die Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Investieren ist kein Nischenansatz mehr: Bei ETFs können Anleger Einblick in Auswahlprozess und Methodologie der Produkte nehmen. | © Getty Images

Nachhaltiges Investieren ist kein Nischenansatz mehr: Bei ETFs können Anleger Einblick in Auswahlprozess und Methodologie der Produkte nehmen. Foto: Getty Images

Wenn die politische Erde brennt und es der Umwelt schlechter geht, schauen Anleger verstärkt darauf, in welche Unternehmen sie noch ihr Geld stecken. Geld kann eben doch stinken. ETF-Anbieter reagieren und legen nachhaltige ETFs auf. Wie subjektiv Sauberkeit ist, zeigen die Spitzenpositionen in den Nachhaltigkeits-ETFs UBS ETF-MSCI World Socially Responsible und iShares Dow Jones Global Sustainability Screened.

Beide haben das gleiche Universum: global. Und beide haben als größte Position Microsoft. Ansonsten gibt es unter den Top Ten nur noch zwei gemeinsame Titel: Roche und Intel. Trotz aller Differenz: Beide Indexanbieter drehen ein ziemliches Rad, um bereinigte Varianten ihrer gängigen Aktienbarometer zu erzeugen. Von vornherein ausgeschlossen sind stets Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Waffen und Pornografie.

Quelle: Bloomberg

Für den Dow-Jones-Index verschickt zudem das Unternehmen RobecoSAM jährlich an rund 3.400 Unternehmen Bögen mit 80 bis 120 speziellen Fragen, um anschließend ein Urteil zu fällen. MSCI hat mit ESG Research eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung mit 150 Analysten am Start. Sie vergeben Noten zwischen AAA und CCC, worauf am Ende die Indizes basieren.

16 nachhaltige ETFs zählt die Deutsche Börse aktuell. Vier von ihnen zeigt die Tabelle.