ING-Chef Ralph Hamers „Banken können fast alle Prozesse automatisieren“

Frankfurter Skyline: Blick aus dem Hauptgebäude der deutschen Direktbank ING Diba | © ING Diba

Frankfurter Skyline: Blick aus dem Hauptgebäude der deutschen Direktbank ING Diba Foto: ING Diba

Ralph Hamers, Vorstandsvorsitzender der niederländischen ING Group

Banken müssen in der Zukunft verstärkt Partnerschaften mit großen Tech-Konzernen eingehen, sagt Ralph Hamers. Der Vorstandsvorsitzende der niederländischen ING Group mit Sitz in Amsterdam erklärt in einem aktuellen Interview mit dem Handelsblatt: „Dank neuer europäischer Regeln wandelt sich der Zahlungsverkehr derzeit enorm.“

„Banken müssen sich Drittanbietern öffnen und ihre Daten bereitstellen, wenn der Kunde das will“, so Hamers weiter. Diese fremden Anbieter könnten Fintechs sein, die dadurch den Wettbewerb erhöhten. „Aber es können genauso gut globale Tech-Konzerne sein. Auf diesem Gebiet kann es durchaus zur Zusammenarbeit kommen.“

Weil viele der Einzelaktivitäten von Banken von anderen Anbietern übernommen werden können, greifen Fintechs zwar einen Teil der Wertschöpfungskette klassischer Geldhäuser an. Doch ING-Chef Hamers prognostiziert zugleich auch: „Banken werden aber die vertrauenswürdigen Marken bleiben, bei denen alles zusammenläuft.“