funds excellence 2017 "Konsolidierung tut dem Markt gut"

Klaus-Dieter Erdmann, Mitgründer des Messekongresses funds excellence | © Piotr Banczerowski

Klaus-Dieter Erdmann, Mitgründer des Messekongresses funds excellence Foto: Piotr Banczerowski

DAS INVESTMENT: Welche Erkenntnisse lassen sich aus der funds excellence 2017 ziehen?

Klaus-Dieter Erdmann: Vermögensverwaltende Produkte haben sich in den vergangenen Jahren von einer Nische zum Mainstream entwickelt. Fast jedes Haus bietet sie an – oft als Kernprodukt. Das bedeutet auch, dass es immer wichtiger wird, Transparenz in diesem stark wachsenden Markt zu schaffen. Das ist 2017 wieder gelungen. Das Konzept, nur die besten Anbieter zuzulassen, ist entscheidend für das Selbstverständnis der funds excellence – und wird von den Besuchern honoriert.

Wie wurde die programmatische Veränderung – die Roundtables – angenommen?

Erdmann: Je intensiver der Kontakt, desto besser für beide Seiten. Die Resonanz der Besucher auf die Roundtables war hervorragend, genau wie die Podiumsdiskussionen sehr gut angenommen wurden. Es ist einfach spannender, eigene Fragen direkt beantwortet zu bekommen oder verschiedene Meinungen aufeinanderprallen zu sehen als nur in Vorträgen Wissen vermittelt zu bekommen. Insofern kamen die Veränderungen im Layout der Veranstaltung sehr gut an.

Welche Fragen beschäftigen die Vermögensverwalter-Branche gegenwärtig am meisten?

Erdmann: Je nach Größe der Häuser und der Struktur des eigenen Angebots ist das natürlich sehr unterschiedlich. Übergreifend ist es natürlich die Regulierung, die Umsetzung der europäischen Ideen in deutsches Recht wird ja gerade diskutiert und durchaus kritisch begleitet. Dazu kommt natürlich auch immer wieder der Niedrigzins, der allen zu schaffen macht, aber auch überraschende Kreativität auf der Rentenseite freisetzt. 2017 haben wir auch wieder sehr viele der Besucher mit dem Thema Philanthropie erreicht. Gerade im gehobenen Segment gibt es hier einen enormen Bedarf an Einblicken und Ideen, wie Geld nicht nur arbeiten sondern sinnvoll arbeiten soll.

Welche Zukunft haben vermögensverwaltend gemanagte Fonds – und wo gibt es in der Branche noch Entwicklungsbedarf?

Erdmann: Vermögensverwaltende Fonds sind da angekommen, wo sie hingehören: im Zentrum der Geldanlage. Asset Manager müssen zeigen, dass sie wirklich umfassende Expertise darin haben, das Geld ihrer Mandanten zu mehren und eben nicht nur reine Aktien- oder Rentenmanager sind. Schnelles Wachstum bedeutet aber auch immer Wildwuchs. Mehr Transparenz, vergleichbare Standards und vielleicht auch neue Strukturen sind für die Branche deshalb die Herausforderung der kommenden Jahre. Ich bin sicher, dass wir hier zudem eine gewisse Konsolidierung bei der Zahl der Produkte sehen werden. Und das tut dem Markt gut.