Interview mit Matthias Hoppe „Anleihen aus den Emerging Markets sind interessant“

Der 44-Jährige ist Senior Vice President und Portfoliomanager bei Franklin Templeton Multi-Asset Solutions, ein unabhängiges, auf Asset Allocation spezialisiertes Investment-Team innerhalb von Franklin Templeton Investments. Hoppe managt die Fonds Franklin Diversified Balanced, Franklin Diversified Dynamic, Franklin Diversified Conservative und Franklin Global Multi-Asset Income.

Der 44-Jährige ist Senior Vice President und Portfoliomanager bei Franklin Templeton Multi-Asset Solutions, ein unabhängiges, auf Asset Allocation spezialisiertes Investment-Team innerhalb von Franklin Templeton Investments. Hoppe managt die Fonds Franklin Diversified Balanced, Franklin Diversified Dynamic, Franklin Diversified Conservative und Franklin Global Multi-Asset Income.

DAS INVESTMENT: Wie fällt der Rückblick auf das Jahr 2017 aus Sicht eines Multi-Asset-Managers aus?

Matthias Hoppe: Erfreulich ist, dass bis Ende November viele Anlageklassen ein Plus erzielen konnten – wobei Aktien generell besser abgeschnitten haben als Anleihen. Das Ausmaß der Aufwertung des Euro hat uns sicherlich überrascht. Eine Konsequenz aus der Euro-Aufwertung ist jedoch, dass die Aktienerträge in Euro deutlich niedriger als diejenigen in US-Dollar sind. So kann man in der Gesamtbetrachtung von einem guten Jahr sprechen. Allerdings gibt es viele Diskrepanzen innerhalb der Anlageklassen.

Geben Sie ein Beispiel?

Hoppe: Nehmen wir etwa den Value-Stil, der nach wie vor dem Growth-Stil sehr weit hinterherhinkt. Der MSCI US Value Index hat bis Ende November dieses Jahres in US-Dollar lediglich rund 10 Prozent gewonnen, der MSCI US Growth Index dagegen rund 25 Prozent. Das heißt: Diese extremen Unterschiede in der Wertentwicklung konnten einem Portfolio schon ordentlich zusetzen, wenn man die Akzente anders gesetzt hatte.

Jetzt der Blick nach vorn: Welche speziellen Chancen und Risiken sehen Sie für das Anlagejahr 2018?

Hoppe: Die anhaltende Konjunkturbelebung sollte sich weiter positiv insbesondere für Aktieninvestments auswirken. Allerdings sind die Aktienbewertungen bereits relativ ambitioniert – wenngleich nicht auf historisch ex tremen Niveaus. Man kann es auch so ausdrücken: Ohne eine anhaltende Flut positiver Unternehmensgewinne könnten die Bewertungen unter Druck geraten.