Investment- Technologie Wie Hedge-Fonds einen Brexit-Schock vermieden

Star-Hedgefondsmanager Warren Buffett. Sein Unternehmen Bridgewater Associates investiert in fortschrittliche Technologien, um bei dem Fondsmanagement den Marktentwicklungen voraus sein zu können. Foto: Getty Images

Star-Hedgefondsmanager Warren Buffett. Sein Unternehmen Bridgewater Associates investiert in fortschrittliche Technologien, um bei dem Fondsmanagement den Marktentwicklungen voraus sein zu können. Foto: Getty Images

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Brevan Howard Asset Management setzte auf künstliche Intelligenz, um die Stimmung der Briten vor dem Brexit in den sozialen Medien zu erkunden und führte auch eine Umfrage durch, wie von einer Person verlautete, die mit den Vorgängen vertraut ist. Discovery Capital Management entwickelte mit Hilfe von Algorithmen ein Modell um die Abstimmungsbezirke zu erfassen und Odey Asset Management befragte ebenfalls die Bürger. Damit konnten die Hedgefonds am Brexit-Tag Gewinne erzielen oder zumindest ihre Verluste gering halten.

Öffentliche Umfragen vom Tag vor der Bexit-Abstimmung hatten ergeben, dass es eng werden würde. Die Finanzmärkte und Wettbüros signalisierten eine Mehrheit für den Verbleib in der EU.

Hedgefondsmanager suchen stets nach Konkurrenzvorteilen

Künstliche Intelligenz, die Algorithmen verwendet, um auf der Grundlage von statistischen Wahrscheinlichkeiten Vorhersagen zu treffen, wird unter den Instrumenten dieser Hedgefondsmanager immer beliebter. So haben Highbridge Capital Management und Bridgewater Associates Programmierer und Ingenieure engagiert, um den Einsatz von Technologie auszuweiten.

Weltweit haben Hedgefonds von Freitag letzter Woche bis Montag im Zuge des Schocks über die Entscheidung der Briten die Europäische Union zu verlassen, durchschnittlich 16 Prozent Verlust verzeichnet. An den Aktienmärkten wurden Billionen Dollar an Marktwert vernichtet und das britische Pfund sackte auf ein 31-Jahres-Tief ab. Computer-geleitete Hedgefonds waren allgemein erfolgreicher als menschliche Händler, Gewinn aus dem Ereignis zu ziehen.

Wie viele sogenannte Makro-Fonds hat Brevan, geleitet vom Milliardär Alan Howard, das Risiko vor dem Referendum verringert, wie verlautete. Der 16 Milliarden Dollar schwere Makro-Fonds der Gesellschaft gewann an dem Tag ein Prozent und konnte damit einen Teil der Verluste aus dem bisherigen Jahresverlauf ausgleichen. Ein Firmensprecher wollte dazu keine Stellung beziehen. Makro-Fonds wollen von volkswirtschaftlichen Trends und Ereignissen profitieren und handeln alles, von Währungen bis Bonds.