Investments in US-Aktien Diese Trends machen den US-Dollar attraktiver

Thomas Heidel, Fidal

Die Wirtschaft in Deutschland brummt, doch der deutsche Aktienindex kann nicht so recht mit der globalen Aktieneuphorie mithalten. Das ist zwar zum Teil den langanhaltenden Schwierigkeiten bei der deutschen Regierungsbildung geschuldet, aber auch der Stärke des Euros. Während der Dow Jones in den letzten Wochen immer neue Höchstkurse produzierte, konnte der Dax seine Höchstkurse von November 2017 nicht signifikant überwinden.

Doch ein Vergleich der Performance zwischen den Aktienmarktindizes beider Länder trügt gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Gemeinsamkeit beider Indizes besteht darin, dass die Kursentwicklung der prinzipiell 30 größten börsennotierten Aktiengesellschaften der jeweiligen Länder gemessen wird.

Doch während der bekannte Dax-Index kapitalmarktgewichtet (gemäß dem Marktwert der frei handelbaren Aktien) als Performanceindex (Dividendenzahlungen werden in die Kursentwicklung mit einbezogen) berechnet wird, sind im Dow Jones als Kursindex Dividendenausschüttungen nicht enthalten und die Preise der einzelnen Aktien werden einfach aufsummiert und durch einen Divisor geteilt, der Kapitalmaßnahmen wie zum Beispiel Aktiensplits berücksichtigt.

Der Dax wird auch als Kursindex (ohne Dividenden) veröffentlicht. Vergleicht man die Kursentwicklung von Dax (Kursindex) und Dow Jones auf Euro-Basis hat sich der Dow Jones in den letzten zwölf Monaten mit einem Plus von 14,5 Prozent etwas besser als der Dax mit 11,3 Prozent entwickelt.

Euro und Dollar konträr zu Prognosen

Noch 2016 wurde von einigen Banken ein Fall des Euros gegenüber dem US-Dollar unter die Parität erwartet. Eine Krisenphase des europäischen politischen Zusammenhalts war erwartet worden und für den Euro wurde auf lange Zeit ein Zins von null erwartet. Doch der Euro nahm eine andere Richtung. Von seinem Tiefststand in den letzten zwölf Monaten von 1,05 legte der Euro in der Spitze 20 Cent zu.