Investments in US-Aktien Diese Trends machen den US-Dollar attraktiver

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Schwacher Dollar und starker Euro

Viele Ökonomen sind von der deutlichen Schwäche des US-Dollars überrascht worden. Der Wechselkurs zwischen zwei Währungen wird vereinfacht in erster Linie monetär auf den Kapitalmärkten von den Zinssatzdifferenzen ausgedrückt und real neben den Inflationsunterschieden durch die Wachstumsdifferenzen zwischen den Ländern beeinflusst.

Da in der Bundesrepublik und in den USA gleichsam die Inflation niedrig war, aber in den USA die Wirtschaft stärker wuchs und der Zinssatz höher lag, wäre nach klassischen Modellen eher eine Aufwertung als eine Abwertung des US-Dollars zu erwarten gewesen. 

„Versteckte Koordinierung der US-Politik“ 

Der Chefökonom der großen Investmentgesellschaft Pimco, Joachim Fels, glaubt aber, dass der Devisenmarkt schon seit längerem von einer versteckten Koordinierung der Finanz- und Geldpolitik in den USA ausgeht. Man erwartet, dass die US-Notenbank auch bei höherer Inflation die kurzfristigen Zinsen nur sehr langsam erhöht, damit die US-Regierung die wachsenden Staatsausgaben besser finanzieren kann.

Dies bedeutet auch, dass die Besitzer von Dollar einen realen Kaufkraftverlust erleiden. Die aktuell niedrige Zinsdifferenz zwischen kurz- und langlaufenden Staatsanleihen weist auf die Markterwartung einer starken Zunahme der US-Staatsverschuldung hin.

Euro stark oder der US-Dollar schwach

Der US-Dollarindex ermittelt den Wert des US-Dollars mit Hilfe eines gewichteten Währungskorbs aus sechs devisenmarktrelevanten Währungen, wobei der Anteil des Euros bei 57,6 Prozent, des japanischen Yen bei 13,6 Prozent, des Britischen Pfunds bei 11,9 Prozent, des Kanadischen Dollars bei 9,1 Prozent, der Schwedischen Krone bei 4,2 Prozent und des Schweizer Franken bei 3,4 Prozent liegt.

Da der Dollarindex in den letzten zwölf Monaten „nur“ 10,5 Prozent und der US-Dollar gegenüber dem Euro 15 Prozent verloren hat, kann man eindeutig eine Stärke des Euros feststellen.