Investments in US-Aktien Diese Trends machen den US-Dollar attraktiver

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Versucht die USA den Dollar zu schwächen?

Politisch kann über die Handelspolitik durch Exportförderungen und Importbeschränkungen, wie auch durch Steuer- und Wettbewerbspolitik, Einfluss auf die Währungsrelationen zur Verbesserung des nationalen Handelsüberschusses und zur Anhebung des inländischen Einkommens und der Beschäftigung genommen werden. Oft wird von Politikern die Gelegenheit wahrgenommen, die eigene Währung schwach zu reden.

Der US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte jüngst auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos geäußert, dass ein schwacher US-Dollar gut sei für den amerikanischen Außenhandel.

EZB-Chef Mario Draghi wies deutlich darauf hin, dass solche „Aussagen“ im Widerspruch zu den im Oktober getroffenen internationalen Vereinbarungen über den Verzicht von „Verbal-Interventionen“ zur Erzielung von Exportvorteilen stehen. Er mahnte zur sprachlichen Zurückhaltung. Handelspartner sollten Äußerungen, die Schwankungen an den Devisenmärkten verursachen könnten, unterlassen.

Ein niedriger Dollarkurs ist nicht im Sinne der EZB-Politik, da durch verbilligte Importe des Euroraums die Erreichung der Inflationsziele behindert wird. US-Präsident Donald Trump sprach sich daraufhin auch flugs für einen starken Dollar aus. Auch Mnuchin ruderte sofort zurück: er habe nur betonen wollen, dass die US-Regierung kurzfristig nicht über den Dollarkurs besorgt sei.

Wo steht der Euro am Ende des Jahres?

Laut einer Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Jahresanfang unter 27 Kreditinstituten, Fondsgesellschaften und Versicherern wird für den Euro im Verhältnis zum US-Dollar zur Jahresmitte 2018 eine Kursspanne von 1,10 bis 1,25 und ein Durchschnittskurs von 1,17 erwartet. Den „angedachten Maximalkurs“ von 1,25 hat der Euro schon in den ersten vier Wochen des Jahres erreicht. Am Jahresende soll er im Mittel bei 1,18 liegen, wobei die Prognosen von 1,12 bis 1,30 reichen.

Ein Blick auf den Euro-Chart zeigt, dass der Euro durchaus noch Potenzial bis in die Handelszone von 1,28 bis 1,34 hat. Falls in der Eurozone die Konjunktur und damit die Inflationsrate weiter anzieht und die Wahlen im März in Italien keine politischen Probleme schaffen, bestehen gute Aussichten für Mario Draghi, die Anleihekäufe zu beenden und die Zinslandschaft zur Normalität zurückzuführen.

Trends machen den US-Dollar attraktiver

Aber die durch die US-Steuerreform verbesserten Aussichten für das US-Wirtschaftswachstum neben höheren Inflationsraten und höheren Zinsen und die von der Fed geplanten drei Leitzinserhöhungen könnten aber auch den US-Dollar attraktiver machen und so die Vision von Donald Trump unterstützen, dass der Dollar langfristig stärker werden wird.