Hedge-Fonds und Private Equity: EU-Kommission kommt der Branche entgegen
Die geplante EU-Regulierung von Hedge-Fonds und Private Equity soll voraussichtlich nicht so strikt ausfallen, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen. In einem Richtlinienentwurf fordert Schweden zahlreiche Ausnahmen und Abmilderungen.
Einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge hat der schwedische Vorsitzende des EU-Finanzministerrates (Ecofin), Anders Borg, einen Richtlinienentwurf zu „Alternativen Investmentfonds-Managern“ vorgelegt. Darin schlägt Borg zahlreiche Ausnahmen von den geplanten EU-Vorschriften für Private Equity und Hedge-Fonds vor.
So soll es Hedge-Fonds auch weiterhin erlaubt sein, Investments mit hohen Schulden zu finanzieren. Die strikten Obergrenzen und Offenlegungspflichten für die Kredit-Finanzierung, die im ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission noch enthalten waren, sind laut dem Bericht in dem schwedischen Papier zum großen Teil gestrichen worden.
Des Weiteren wollen die Schweden laut „Handelsblatt“ die Offenlegungspflichten und die Eigenkapitalanforderungen für Private-Equity-Fonds lockern. Zudem verzichtet das Papier auf die Forderung nach einer regelmäßigen unabhängigen Bewertung des Fondsvermögens. Es genüge, wenn der Fonds sein Vermögen selber bewerte und das Ergebnis von einem Wirtschaftsprüfer bestätigen lasse.
Der schwedische Entwurf wird nun vom EU-Finanzministerrat und vom Europaparlament beraten. Die Branche hatte gegen den ursprünglichen Richtlinienentwurf, den die EU-Kommission im Frühjahr vorgelegt hatte, lautstark protestiert.
















Kommentar schreiben