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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

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Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

10.03.2009 10:06
Rubrik: Fonds

Fondsmanager verstehen zu wenig von Risikomanagement

Investmentprofis scheitern an Modellen, mit denen sich das Risiko eines Portfolios steuern lässt. Das ergibt eine Umfrage der französischen Wirtschaftsuniversität Edhec unter Portfoliomanagern. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, der Wissensstand über modernes Portfoliomanagement sei in der Branche zu gering.

Die Edhec-Wissenschaftler wollten sich mit der Umfrage das Ergebnis einer Studie von 2008 bestätigen lassen. Dieser Studie zufolge stützen nur wenige Portfoliomanager ihre Entscheidungen auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Portfoliotheorie. Sie setzen nur unzureichend Risikoziffern und statistische Verfahren ein und berücksichtigen bei der Konstruktion von Portfolios nur selten extreme Marktszenarios. Zwischen Wissenschaft und täglicher Praxis klaffe daher eine große Lücke, schreibt Edhec-Mann Felix Goltz.

95 Prozent der 57 Manager, die auf die Befragung geantwortet haben, teilen diese Meinung. „Viele der Verbesserungen, die sich in der Literatur finden, werden von der Industrie gar nicht genutzt“, sagt ein Befragter. Investmentmanager entschieden häufig aus dem Bauch heraus, statt auf quantitative Modelle zu vertrauen, so Goltz. „Viele Firmen – selbst solche, die behaupten, konsistente Asset-Allocation-Modelle zu haben – setzen sie zufallsabhängig oder chaotisch ein“, zitiert er eine weitere Antwort auf seine Umfrage.

Immerhin 5 Prozent widersprechen den Ergebnissen der Edhec-Umfrage. Der Großteil tue dies offenbar, weile er ohnehin nichts von modernem Risikomanagement halte. So stellte einer der Befragten heraus, er „glaube nicht an die moderne Portfoliotheorie mit ihrer auf Statistik beruhenden Optimierung“.  

Von: Christopher Nachtweh

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