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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

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Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

02.04.2009 14:52
Rubrik: Institutionelle

Kurs halten in der Krise - die besten Long-Short-Fonds

Quelle: Fotolia

Immer mehr Manager machen auch in fallenden Märkten Gewinne. Ihre Long-Short-Fonds eignen sich für die aktuelle Börsenphase besser als traditionelle Fonds. Aber nicht alle schützen vor Verlusten.

Plus 30,5 Prozent, plus 24,5 Prozent, plus 7,9 Prozent, plus 4,7 Prozent und, okay, minus 6,5 Prozent – was sich liest wie die Fondsbilanz aus einem der goldenen Börsenjahre zwischen 2003 und 2006, haben Fondsmanager im Katastrophenjahr 2008 erwirtschaftet. Während Börsenkurse abstürzten und sich Rohstoffpreise fast halbierten, machten einige Manager satte Gewinne.

„Ich hätte gern öfter Monate wie den Oktober und November 2008“, kommentiert beispielsweise Hans-Olov Bornemann von der schwedischen Großbank SEB die beiden schlimmsten Monate des vergangenen Jahres. Zwei Monate, in denen die großen Flaggschiffe unter den internationalen Aktienfonds von DWS, Fidelity und Templeton zwischen 15 und 20 Prozent verloren haben. Anteile von Bornemanns SEB Asset Selection waren dagegen Ende November knapp 15 Prozent mehr wert als zwei Monate zuvor.

>> Zur Infostrecke "Die besten fünf Long-Short-Fonds"

Effektivere Strategie

Bornemann kann, wie immer mehr Manager, auch auf fallende Kurse an den Märkten spekulieren. Gerade nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres interessieren sich immer mehr Anleger für die Produkte, die nicht dem vollen Marktrisiko ausgesetzt sind. „Das Thema Long-Short-Strategien kommt in diesen Marktphasen in der Tat langsam bei einer breiten Masse in Mode“, sagt Peer Reichelt vom Beraterpool Netfonds. Thorsten Pörschmann von der auf alternative Investments spezialisierten Beratungsgesellschaft 1 Sigma ergänzt: „Eine Long-Short-Strategie ist einfach effektiver als ein Long-only-Investment.“ Schließlich müssten Manager die Märkte, in die sie investieren, ohnehin analysieren und identifizierten dabei zwangsläufig auch unattraktive Märkte oder Einzeltitel.

„Bei einem Long-only-Produkt habe ich dann nur die Möglichkeit, auf einen Kauf zu verzichten. Mit einem Long-Short-Fonds kann ich von meiner Erkenntnis profitieren, indem ich auf fallende Kurse setze.“ Mittelfristig, sind Branchenkenner längst überzeugt, werden sich solche Fonds durchsetzen, die mehr können, als nur in Bullenmärkten Geld zu verdienen.

Long-Short-Fonds sind so etwas wie Hedge-Fonds light. Short-Positionen oder Leerverkäufe, also Verkäufe geliehener Wertpapiere mit dem Ziel, sie später günstiger zurückkaufen zu können, zählen zum Standardrepertoire von Hedge-Fonds. Die europäische Fonds-Richtlinie Ucits III erlaubt bereits seit 2004 auch Publikumsfonds, eine solche Strategie per Derivat umzusetzen.

Von: Christopher Nachtweh

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