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28.04.2009 13:24
Rubrik: Fonds

BVI: Offene Immobilienfonds sind Krisengewinner

Quelle: Fotolia

Die Beimischung von offenen Immobilienfonds erhöht die Rendite des Portfolios, senkt das Risiko und verbessert damit das Chance-Risiko-Verhältnis, heißt es vom Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). Dies ergab die Aktualisierung der im August 2008 veröffentlichten Studie „Offene Immobilienfonds als wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Asset Allocation“, die der BVI beauftragt hatte.

In der aktuellen Ausgabe wurde für den Zeitraum Februar 1991 bis Februar 2009 untersucht, wie sich Mischportfolios (je ein Drittel Aktien, Renten und Geldmarkt) entwickeln, wenn Stück für Stück offene Immobilienfonds in einer Spanne von 5 bis 25 Prozent beigemischt werden und der Anteil der restlichen Anlageklassen gleichmäßig gesenkt wird. 

„Die durchschnittliche Rendite von offenen Immobilienfonds hat sich während der Finanzmarktkrise nur marginal verringert, das Risiko dieser Anlageklasse ist hingegen nicht gestiegen“, heißt es vom Forscherteam um Lutz Johanning, Professor für empirische Kapitalmarktforschung an der WHU Otto Beisheim School of Management und Bernd Rudolph, Vorstand des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Vor allem bei risikofreudigen Privatinvestoren konnten sogar noch bessere Ergebnisse nachgewiesen werden. Mit einer Investition in offene Immobilienfonds können sie das Risiko ihres Gesamtinvestments um 42 Prozent senken. In der vorangegangenen Studie waren es 32 Prozent. Auch ein risikoscheuer Investor kann das Risiko seines ohnehin schon defensiv ausgerichteten Portfolios durch Beimischung von offenen Immobilienfonds um 22 Prozent senken (Vorher: 21 Prozent).

Diese positiven Effekte konnten bereits bei geringer Beimischung und unabhängig von der Länge der Halteperiode festgestellt werden. Der optimale Anteil offener Immobilienfonds im Portfolio risikoscheuer Anleger erhöht sich aufgrund der Finanzmarktkrise von 22 auf 25 Prozent, bei Anlegern mit höherer Risikoneigung von 23 auf 30 Prozent.

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