Die besten Dachfonds für gute und schlechte Zeiten
Während gängige Aktienindizes wie Dax, Euro Stoxx 50 und MSCI Welt von Anfang 2008 an gerechnet noch immer mit 30 Prozent und mehr im Minus liegen, präsentieren einige frei von Anlagegrenzen agierende Dachfondsmanager ihren Käufern nach dem jüngsten Aufschwung schon wieder schwarze Zahlen.
Sicher, renditestark, steueroptimiert – unter diesem Motto schwärmten im Januar 2008 unzählige Verkäufer von Dachfondskonzepten aus, um das Geld der Deutschen bis zum Jahresende abgeltungssteuerfest zu machen. Die Grundidee vieler Produkte: Der Fondsmanager genießt völlige Freiheit und kann je nach Marktlage in Aktien-, Renten- oder Geldmarktfonds investieren. Da sämtliche Umschichtungen im Fondsmantel steuerfrei erfolgen, müssen Anleger sich weder um ihre Asset Allocation kümmern noch sich je wieder mit dem Finanzamt auseinandersetzen.
Die folgenden 17 Monate bis Ende Mai 2009 boten den Allroundern alle Voraussetzungen, um die Vorzüge ihres Konzepts zu präsentieren. Kräftige Einbrüche an den Aktienbörsen wechselten sich ab mit überraschenden Erholungsphasen, zwischenzeitlich drohte gar die Kernschmelze des globalen Finanzsystems. Wer in einem solchen Umfeld eine gute Figur macht, sollte auch künftig für das Auf und Ab der Märkte gewappnet sein.
Aufschwung dank Emerging-Markets-Fonds
Tatsächlich schafften es einige Manager, das Geld der Anleger im genannten Zeitraum zu vermehren (siehe Tabelle am Ende des Textes). Drei von ihnen genossen bereits vor 2008 einen guten Ruf als umsichtige Portfolioverwalter: Markus Kaiser, Leo Willert und Arne Sand. Alle drei Manager arbeiten mit Trendfolgemodellen, wobei sie bei der Zielfondsauswahl durchaus unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Veritas-Geschäftsführer Kaiser etwa, seit 2002 mit der A2A Dachfonds-Familie erfolgreich, kauft für den im Frühjahr 2007 neu aufgelegten ETF-Dachfonds ausschließlich börsengehandelte Indexfonds – wozu mittlerweile auch Geldmarkt-ETFs und von fallenden Aktienkursen profitierende Short-ETFs gehören. Beides machte sich im vergangenen Herbst bezahlt. Nachdem die Aktienquote des ETF–Dachfonds Anfang März noch bei nahe Null lag, fuhr Kaiser den Anteil mittlerweile wieder auf über 50 Prozent hoch. Die ersten Kaufsignale seines quantitativen Modells kamen aus den Emerging Markets vor allem aus Indien, Brasilien und der Türkei.








Wasser und hoffen, daß Ihre
Strategie aufgeht!Schreiben Sie doch auch, daß Dr. Seibold in 2008 mit seinem Fond über 30%! verloren hat wo die Börse noch stark nach oben ging!Erst als er dann auf Short ging und die Börsen fielen hat er wieder Boden gut gemacht.Nach 2jahren Anlage mit aktiven Managment! hat er gerade mal ein Plus von 2,49%! Was ist da soo toll?? Also schreiben Sie doch die ganze Wahrheit, oder zahlt Herr Dr. Seibold den Artikel? Bitte um Mitteilung!
www.infos.com), ähnlich viel wie der Dax und sogar etwas mehr als der MSCI World. Davon, dass "die Börse" im genannten Zeitraum "stark nach oben ging", kann jedoch keine Rede sein.
Unabhängig davon haben Sie natürlich in einem Punkt Recht: Auch die besten Dachfondsmanager kochen nur mit Wasser, und einen Fonds, der über jeden beliebigen Zeitraum vorne liegt oder gegen alle Markttrends positive Ergebnisse erzielt, gab es in der Vergangenheit nie und wird es wohl auch zukünftig nicht geben. Gleichwohl ist es eine Leistung, seit der Verschärfung der Finanzkrise im Januar 2008 im Plus zu liegen. Eine Leistung im übrigen, die wir auch ohne Bezahlung würdigen. Sollte der Aktiv Constant Profit Global UI künftig über einen längeren Zeitraum schlechter abschneiden als der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe, werden wir selbstverständlich auch darüber berichten.
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