Exotische ETFs: Dax und Stoxx mit Short-Call-Komponente
Die börsennotierten Indexfonds (ETF) Daxplus Covered Call und Dow Jones Euro Stoxx 50 Buy Write aus dem Hause Lyxor Asset Management sollen den Dax beziehungsweise Dow Jones Euro Stoxx 50 regelmäßig schlagen. Langfristig tun sie das auch, doch ausgerechnet in der Krisenphase offenbart das Konzept Schwächen.
Die Lyxor-ETFs Daxplus Covered Call (WKN: LYX0AE) und Dow Jones Euro Stoxx 50 Buy Write (WKN: LYX0BG) von Lyxor Asset Management haben zwar unterschiedliche Namen und unterschiedliche Indizes als Grundlage. Sie verfolgen aber dasselbe Prinzip: Man nehme den normalen Index – Dax beziehungsweise DJ Euro Stoxx 50 - und verdiene sich kontinuierlich etwas hinzu. Langfristig sollen sie so ihre Basisindizes hinter sich lassen. Der Zusatzverdienst kommt aus Termingeschäften, die die Indexanbieter monatlich auf den Index draufpacken.
Dafür werden die Indizes jeden Monat zu einem um 5 Prozent höheren
Stand zum Verkauf gestellt. Dafür gibt es sofort eine Optionsprämie von mitunter bis zum einem Prozent, die auf jeden Fall in den Fonds fließt. Der Nachteil: Steigt der Index in dieser Zeit um mehr als 5 Prozent, nimmt der Anleger daran nicht mehr teil. Denn er hat seinen Gewinn auf 5 Prozent im Monat plus Optionsprämie begrenzt. Vorteil: Steigt der Index kaum, ist die Prämie ein feines Extra. Ein Schutz gegen fallende Kurse ist die Optionsvariante indes nicht.
Nun sollten sich die beiden Strategieindizes gerade während der Finanzkrise deutlich von ihren Originalen abgesetzt haben, möchte man meinen. Denn durch die Panik waren die zu kassierenden Optionsprämien zuletzt recht hoch. Doch die Realität sieht anders aus (siehe Chart). Fast bis Ende 2008 liefen Original und Short-Call-Versionen beinahe im Gleichschritt in die Tiefe. Mehrertrag oder gar Schutz? Fehlanzeige. Erst mit der Jahreswende lösten sich die Derivate-Varianten nachhaltig und erreichten eine Outperformance.






















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