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14.07.2009 13:50
Rubrik: ETF

DB X-Trackers: Erster ETF ohne Verwaltungsvergütung

DB-X-Trackers-Chef Thorsten Michalik

Am 20. Juli ist es soweit: Zum ersten Mal sinkt die offizielle Verwaltungsgebühr für einen Exchange Traded Fund (ETF) in Deutschland auf Null. In puncto Sicherheit schließt der ETF-Anbieter DB X-Trackers zudem eine wichtige Lücke.

Ab dem 20. Juli fällt für den Indexfonds DB X-Trackers DJ Euro Stoxx 50 ETF keine offizielle Verwaltungsgebühr mehr an. Das gilt für beide Tranchen, die ausschüttende (WKN: DBX1EU) und die thesaurierende (WKN: DBX1ET), teilt die Deutsche-Bank-Tochter mit. Bisher wurden jährlich 0,15 Prozent fällig. Eigenen Angaben zufolge hat der Fonds seine Indexvorlage in den vergangenen drei Jahren ohnehin um jeweils 0,5 Prozentpunkte hinter sich gelassen. Den Mehrertrag holt das ETF-Haus DB X-Trackers heraus, indem es im Portfolio enthaltene Aktien gegen Gebühr an andere Investoren verleiht und bei Dividendenausschüttungen Steuervorteile nutzt.

Für Anleger bleiben somit lediglich die Börsenspesen und die Spanne zwischen dem An- und dem Verkaufskurs. Hier hat die Deutsche Börse im März ein Xetra-Liquiditätsmaß (XLM) von 0,115 Prozent ermittelt. Diese Durchschnittszahl bezieht sich immer auf einen gleichzeitigen Kauf und Verkauf im Wert von 25.000 Euro.

Zudem flickt die Fondsgesellschaft ein altes und von Kritikern immer wieder gern vorgeworfenes Sicherheitsleck. Grund ist die Bauart der Fonds: Deren Vermögen enthalten nämlich völlig andere Bestandteile als der abgebildete Index. Die passende Wertentwicklung holt sich die Gesellschaft über ein Tauschgeschäft (Swap) mit ihrer eigenen Mutter, der Deutschen Bank, ins Portfolio (mehr dazu hier). Sollte die jedoch einmal ausfallen, würde auch der Swap wertlos. Zwar darf ein Swap schon per Gesetz maximal 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen – in der Praxis sind es eher 2 bis 3 Prozent – aber immerhin.

DB X-Trackers löst das Problem, indem es nun jeden ETF zu mindestens 108 Prozent des Fondsvermögens mit Wertpapieren besichert. Die zusätzlichen Kosten trägt nicht der Anleger, heißt es vom Unternehmen.

Von: Andreas Scholz

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Georg , 15-07-09 08:35:
Da die Welt nicht umsonst ist, die Deutsche Bank bestimmt kein Atroist ist, stellt sich die Frage, wie die Gebühren generiert werden?

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