Und tschüss! Wenn erfolgreiche Fondsmanager gehen
Wenn erfolgreiche Fondsmanager gehen, muss das kein Abschied von der Performance sein. Nicht immer deuten überdurchschnittliche Renditen auf überdurchschnittlich begabte Manager hin.
„Die Fünf-Milliarden-Euro-Frau”, „die junge Meisterin der Dividende“ oder schlichtweg „Vorzeigemanagerin der DWS“ – Sonja Schemmann ist spätestens 2005 ein Star in Markt und Medien. Sie ist maßgeblich an der Entwicklung des im April 2003 aufgelegten DWS Top Dividende beteiligt. Strategie, Timing und Performance – alles stimmt. Der DWS Top Dividende wird innerhalb von nur zwei Jahren zum zweitgrößten Fonds der Deutsche-Bank-Tochter. Bereits 2004 hat die DWS mit dem European Dividend Plus noch einmal nachgelegt. Managerin: Sonja Schemmann.
Dann der Schock. Ende September 2005 verlässt Schemmann die Frankfurter Gesellschaft und zieht nach London zu Schroders. Dort übernimmt sie erneut zwei Dividendenfonds, den Schroder ISF Global Equity Yield und den Schroder ISF European Equity Yield.
Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT (Oktober 2009).
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Bei Dachfondsmanager Eckhard Sauren („Wir investieren nicht in Fonds, wir investieren in Fondsmanager“) schrillen die Alarmglocken. Nach einem Managerwechsel reagiert er sofort. „In zehn Jahren Dachfondsmanagement haben wir nur einen Fonds nach einem Wechsel nicht verkauft“, sagt Ansgar Guseck, Vorstand der Sauren Fonds-Research AG.
Gefahr wittern meist auch Berater und Anleger, schließlich gibt es genügend prominente Beispiele dafür, dass es mit dem zurückgelassenen Fonds anschließend bergab geht. Sauren selbst erwähnt in diesem Zusammenhang immer wieder die Namen Anko Beldsnijder (von ABN Amro über Griffin zu Mainfirst) und Jürgen Kirsch (von Merrill Lynch zu Griffin).
Im Schnitt wechseln Fondsmanager alle dreieinhalb Jahre ihren Arbeitsplatz, hat das Analysehaus Lipper Research im Auftrag des Branchendienstes E-Fundresearch herausgefunden. Nach einer Auswertung der britischen Gesellschaft Citywire bleiben Manager sogar nur zweieinhalb Jahre im Amt. Und in turbulenten Börsenzeiten wie diesen verkürzen sich die Intervalle noch.






















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