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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

05.01.2010 16:08
Rubrik: Fonds

Crashtest: Die besten Fonds für Japan-Aktien

Quelle: Photocase

1999, 2005 – und vielleicht 2010? Japanische Aktien starten meist in Jahren durch, in denen kein Anleger sie auf der Rechnung hat. Wer sich für den Fall der Fälle positionieren möchte, findet hier fünf Top-Angebote

DER FONDS hat sämtliche Fonds für japanische Standardaktien nach einem in Deutschland bislang einzigartigen Verfahren geprüft. In die Endrunde kamen alle Angebote, die Ende November 2009 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste auch in extremen Turbulenzen moderat hielten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten der führenden Ratingagenturen. Die einzelnen Teilergebnisse flossen zu je einem Drittel in das Gesamtergebnis ein. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.

Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Ronald Slattery, Manager des Fidelity Japan Advantage

Die sehr exportlastige japanische Wirtschaft hat stark unter dem weltweiten Nachfragerückgang gelitten. Im Gegenzug dürfte sie kräftig profitieren, wenn die globale Konjunktur wieder anzieht. Das lehrt die Erfahrung früherer Wirtschaftszyklen, in denen japanische Exporteure nach einem Einbruch besonders zügig wieder auf die Beine kamen. Bei den Exporten und der industriellen Produktion zeichnet sich eine V-förmige Erholung ab – auch dadurch begünstigt, dass 2010 viele Unternehmen ihre Lager wieder auffüllen müssen. Zudem erwarten wir, dass die neue Regierung längst überfällige Strukturreformen in Angriff nimmt und dadurch die Binnennachfrage stärkt. Trotz der mehrmonatigen Rallye an den Märkten sind viele japanische Unternehmen immer noch günstig bewertet, sowohl beim Kurs-Buchwert- als auch beim Kurs-Cashflow-Verhältnis.

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Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Ein ETF auf den Nikkei-Index – ganz sicher nicht die schlechteste Idee, wenn Tokios Börse 2010 endlich die Krise hinter sich lassen würde. Außer dem im Crashtest unter 84 Teilnehmern auf Rang 5 gelandeten I-Shares Nikkei 225 sollten Anleger allerdings auch einen aktiv verwalteten Fonds im Depot haben. Hintergrund: In den Aufschwüngen von 1999 und 2005 konnten viele Japan-Manager ihren Vergleichsindex teilweise deutlich hinter sich lassen. Beim drittplatzierten Invesco Japanese Equity Core etwa betrug der Vorsprung 1999 mehr als 50 Prozentpunkte. Der seit 2001 von Paul Chesson betreute Fonds entschied sowohl den Performance- als auch den Rating-Vergleich für sich und beendete den Stresstest auf Rang 16.

Der von Ronald Slattery gemanagte Fidelity Japan Advantage patzte zwar beim Zwölf-Monats-Ergebnis, belegte aber im Performance-Vergleich dank der sehr guten Werte über drei und fünf Jahre immer noch Rang 7. Zusammen mit Rang 2 im Rating-Vergleich und Rang 4 im Stresstest reichte das für den Gesamtsieg. Slatterys Vorteil: Als Stockpicker agiert er völlig frei vom Index und kann sowohl Aktien großer als auch kleinerer Unternehmen kaufen.

Von: Egon Wachtendorf

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