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Kolumne: Zwischenruf Egon Wachtendorf

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Graham French

Im Interview mit DAS INVESTMENT.com nennt Fußball-Fan French die Gründe für die neue Stärke, die seinen Fonds derzeit auch in der Deutschen Fondsliga (www.fondsliga.com) zu einem heißen Titelanwärter macht.

DAS INVESTMENT.com: Sechs Jahre ist es jetzt her, dass Ihr Lieblingsverein Arsenal London in der englischen Premier League seine letzte Meisterschaft gewonnen hat. Glauben Sie, dass es in diesem Jahr – das Team steht aktuell immerhin auf Rang 3 – endlich wieder klappt?

Graham French: Arsenal besitzt ein junges Team, das sich sehr gut entwickelt hat und außerdem über das beste zentrale Mittelfeld der Liga verfügt. Im Sturm hapert es allerdings manchmal noch etwas, weshalb es 2010 mit dem Titelgewinn schwierig werden dürfte. Vielleicht in der nächsten oder übernächsten Saison, das Potenzial dafür ist auf jeden Fall vorhanden.

###BOX_24###

DAS INVESTMENT.com: In der Meistersaison 2003/2004 hießen die Kicker von Arsenal nur “The Invincibles" – die Unbesiegbaren. Ein ähnlicher Mythos umgab lange Zeit auch Sie und Ihren Fonds. Der M&G Global Basics erzielte Jahr für Jahr überdurchschnittliche Ergebnisse und geriet auch durch die Finanzkrise zunächst kaum aus der Spur. War es ein Schock für Sie, als dann nach der Lehman-Pleite der Anteilspreis in nur zwei Monaten um mehr als 40 Prozent einbrach?

French: Das waren in der Tat zwei extrem harte Monate, in denen ich mehr als eine schlaflose Nacht hatte. Glücklicherweise gab es zu diesem Zeitpunkt kaum Mittelabflüsse – für mich ein klares Signal, dass die Kunden uns und unserer Investmentphilosophie weiter vertrauten. Das war sehr wichtig.

DAS INVESTMENT.com:
Wie haben Sie in jenen Wochen konkret reagiert?

French: Wir hatten bereits vor der Lehman-Pleite einige vergleichsweise hoch bewertete Unternehmen aus dem Rohstoffsektor abgestoßen und dafür in verschiedene andere, günstiger bewertete Bereiche wie den Lebensmittel- und den Konsumgüter-Sektor investiert. Das hat den Fonds Ende 2008 zwar nicht vor dem scharfen Einbruch bewahrt, ihn aber zumindest stabilisiert.

DAS INVESTMENT.com: Wie ging es dann Anfang 2009 weiter? Haben Sie den Kursrutsch im Rohstoffbereich genutzt und dort neue Bestände aufgebaut?

French: Damit haben wir teilweise schon im vierten Quartal 2008 begonnen und uns beispielsweise bei Unternehmen wie Lonmin, Johnson Matthey, Eramet oder Sherritt International eingekauft. Deren Aktienkurse spiegelten zu jenem Zeitpunkt bei weitem nicht die Qualität und das Potenzial der Geschäftsentwicklung wider. Weil sich die Rohstoffpreise dann 2009 recht schnell wieder erholten, hat diese Entscheidung wesentlich zum guten Abschneiden des M&G Global Basics in den vergangenen zwölf Monaten beigetragen. Doch auch einige defensivere Beteiligungen wie Unilever oder die amerikanische Kaffeekette Starbucks haben sich überdurchschnittlich entwickelt.

Von: Egon Wachtendorf

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