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15.10.2010 15:14
Rubrik: Fonds

Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value und Degi Europa – was tun?

Quelle: Fotolia

Morgan Stanley und Aberdeen müssen in den kommenden Wochen beschließen, wie sie mit ihren beiden geschlossene offenen Immobilienfonds MS P2 Value und Degi Europa nach Ablauf ihrer zweijährigen Aussetzung der Anteilsrücknahme verfahren wollen. Guter Rat für Anleger ist schwer.

Bewegende Tage für offene Immobilienfonds: Zuerst verunsicherte der Kabinettsbeschluss in seinen offenen Fragen (Kosten der Bewertungshäufigkeit, Altfallregelung, usw.) die Marktteilnehmer, dann „sprengten“ Umschichtungen im Rahmen einer Commerzbank-Kunden-Kampagne leichtfertig die Kasse des Immobiliendachfonds AGI Premium Management Immobilien Anlagen.

Zudem kündigte KanAm die Auflösung des offenen Immobilienfonds KanAm US-Grundinvest an und schließlich setzte auch noch der UBS 3 Sector Real Estate Europa erneut die Anteilscheinrücknahme aus.

Die Nachrichtenlage ist nicht gerade dazu geeignet, die Gemüter zu beruhigen und die Spirale sinkenden Vertrauens in diese Anlageform zu stoppen (Offene Immobilienfonds: Meiden, abwarten oder selektiv kaufen? Zur Umfrage).
Was passiert mit Morgan Stanley P2 Value und Degi Europa?

Die nächsten Tage halten weitere spannende Meldungen für die Branche bereit. Schließlich müssen Morgan Stanley und Aberdeen in den kommenden Wochen beschließen, wie sie mit ihren beiden Produkten MS P2 Value und Degi Europa nach Ablauf ihrer zweijährigen Aussetzung der Anteilsrücknahme verfahren wollen.

###BOX_12###

Zwar haben beide Seiten angekündigt, ihre Fonds zum 1. November wieder öffnen  zu wollen, wirkliche Zuversicht dürfte indes anders aussehen. Ohnehin ist die denkbare Wiedereröffnung an einem Feiertag (Allerheiligen) in acht Bundesländern hinsichtlich der Gleichbehandlung der Anleger mehr als „bedenklich“.

Entscheidend dürfte für beide Produkte weniger die Frage sein, wie viele Gebäude sie noch bis zum Stichtag veräußern und wie viel Liquidität sie auf diesem Weg bereit stellen können, als vielmehr die Frage, wie sich ihre Großanleger verhalten werden, die allein oder in der Summe mehr als 50 Prozent der Anteile halten.

Bei der Degi ist das nach der Übernahme der Dresdner nun die Commerzbank, die unlängst eindrucksvoll bewies, mit welchem "Fingerspitzengefühl" sie derartige Sachverhalte angeht. Im anderen Fall sind es mehrere große Immobiliendachfonds und institutionelle Anleger die aber häufig selbst schon unter Abgabedruck ihrer Anleger leiden und in ihrer Entscheidung vor diesem Hintergrund nicht mehr wirklich frei sind.

Von: Björn Drescher

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