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Deutschlands größte Fonds-Statistik

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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

06.01.2011 10:10
Rubrik: Fonds

Crashtest: Die besten Fonds für globale Unternehmensanleihen

Die weltweite Nachfrage nach Unternehmensanleihen
dürfte auch 2011 hoch bleiben. Bild: Fotolia

Die Nachfrage nach Unternehmensanleihen dürfte auch 2011 hoch bleiben - nicht nur in Europa, sondern weltweit. Ein günstiges Umfeld für Fonds, die ohne regionale Grenzen auf die Jagd nach Zins- und Kursgewinnen gehen.

Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DAS INVESTMENT.com hat alle globalen Firmenanleihen-Fonds geprüft, die Ende November 2010 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl.

Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise also maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.

Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Thomas Giquel, Manager des Amundi Global Corporate Bond

Drei wesentliche Gründe sprechen dafür, dass auch 2011 ein erfolgreiches Anlagejahr für Unternehmensanleihen wird. Erstens: Das konjunkturelle Umfeld schafft weiter gute Rahmenbedingungen. So geben in den USA anziehende Einzelhandelszahlen, steigende Umsätze und ein sich aufhellendes Konsumentenvertrauen wichtige Impulse für die Wirtschaft. Zweitens: Angesichts der weiter expansiven Geldpolitik der Notenbanken wird auch 2011 viel überschüssige Liquidität in Produkte fließen, die einen Zinsaufschlag bieten. Allein durch die geplanten Maßnahmen der US-Notenbank stehen jeden Monat 120 Milliarden Dollar zusätzlich bereit. Hinzu kommen Umschichtungen aus Staatsanleihen. Drittens: Die Bilanzkennzahlen vieler Firmen dürften erneut positiv überraschen. Wir erwarten deshalb, dass die Renditeaufschläge von Corporates gegenüber Staatsanleihen noch einmal um 25 bis 30 Basispunkte sinken.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

An der Spitze des aktuellen Crashtests liegen sowohl Fonds für als sehr sicher geltende Unternehmensanleihen (Rating mindestens BBB) als auch Fonds, die größere Teile ihres Portfolios in Hochzinspapiere investieren. Für Thomas Giquel, Manager des siegreichen Amundi Global Corporate Bond, liegt die Obergrenze für die etwas spekulativeren Adressen bei 15 Prozent. Auch der viertplatzierte Schroder Global Corporate Bond von Jamie Stuttard setzt schwerpunktmäßig auf Investmentgrade-Anleihen. Allerdings steckt dort zurzeit fast die Hälfte des Vermögens in BBBBonds, also unmittelbar an der Schwelle zu High Yields.

Bei den Hochzins-Fonds investiert das dreiköpfige Manager-Team von West-LB Mellon zurzeit noch spekulativer als Sander Bus von Robeco, der seinen von den Ratingagenturen favorisierten Robeco High Yield Bonds bereits seit neun Jahren managt. Bus darf bis zu 35 Prozent Investmentgrade-Anleihen beimischen und dort auch Short-Positionen eingehen.

Ebenfalls jenseits der BBB-Grenze ist der Invesco Global High Income unterwegs, er beherbergt allerdings eine Mischung aus Unternehmens- und Staatsanleihen. Peter Ehret  sorgt für die Corporate Bonds, Claudia Calich wählt Staatsanleihen aus Schwellenländern aus. Zurzeit steuert Ehret den größeren Teil von rund 60 Prozent zum Portfolio bei.

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