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07.01.2011 09:30
Rubrik: Fonds

Lipper-Gewinner UBS: Macht der Erfahrung

Skulptur "Vroom Vroom"von Lorenzo Quinn (Foto: Getty Images)

In der Lipper-Kategorie Euro-Hochzinsanleihen macht die Schweizer UBS das Rennen – erneut. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis einer stabilen Personalpolitik

Die Jagd nach dem Zinssatz läuft. Durch die Finanzkrise disqualifiziert sind synthetische Wertpapiere, die mit amerikanischen Baukrediten hinterlegt sind. Ebenfalls aus dem Rennen sind Bundesanleihen mit Renditen knapp über 3 Prozent auf zehn Jahre. Festgeld, Geldmarkt und Tagesgeld sind mit Sätzen um 1 Prozent auch nicht allzu interessant.

Bleiben die Unternehmensanleihen. Deren Kurse waren 2008 aus Krisenangst auf breiter Front eingebrochen. Die Renditen schnellten empor. Doch auch diese Gelegenheit ist vorbei: Anleihen von Schuldnern mit guter Bonität (Investmentgrade) haben jetzt zwei gute Jahre hinter sich. Die Renditen sind auf Stände aus der Vorkrisenzeit gesunken.

Auto, Wein und hohe Zinsen

Nach wie vor interessant sind dagegen noch immer Anleihen derjenigen Schuldner, die sich nicht mit besten Ratings schmücken können – die sogenannten Hochzinsanleihen (Englisch: High Yield Bonds). Der Autoproduzent Fiat etwa ist ein solcher Schuldner ebenso wie Konkurrent Peugeot oder der Getränkekonzern Pernod-Ricard.

Dank des Wirtschaftsaufschwungs sind die Ausfallquoten dieser landläufig auch als spekulativ bezeichneten Schuldner zuletzt aber deutlich gesunken. Sie stehen recht stabil da. Das hat auch die Anleihenkurse kräftig steigen lassen: „Die riesigen Gewinne aus dem Ausnahmejahr 2009 sind sicherlich nicht Standard“, sagt Ralf Bauer. Der Vertriebsleiter und Produktspezialist von UBS Global Asset Management ist überzeugt, dass das Segment langfristig im jährlichen Durchschnitt hohe einstellige Renditebeiträge biete.

Der Grund: Da die Unternehmen stets ein höheres Ausfallrisiko mit sich bringen als Investmentgrade-Firmen, liegen auch die Renditen ihrer Anleihen immer etwas höher. Risiko wird bezahlt. Der europäische Markt für Hochzinsanleihen ist jung und wächst rasant. Nicht zuletzt, weil mehr und mehr Unternehmen ihre Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen statt bei einer Geschäftsbank. Hatte der Markt im März 1998 die Eine-Milliarde- Euro-Marke übersprungen, liegt er mittlerweile bei gut 130 Milliarden Euro.

Von: Andreas Scholz

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