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27.04.2011 19:07
Rubrik: Fonds

SEB Immoinvest soll noch 2011 wieder öffnen

Heute fiel die Entscheidung: SEB hat die Aussetzung der Anteilsrücknahme ihres derzeit eingefrorenen offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest um weitere 12 Monate verlängert. Gleichzeitig gibt sich die Gesellschaft zuversichtlich, den Fonds noch in diesem Jahr wieder öffnen zu können.

Die SEB hat heute die Schließungsfrist für den SEB Immoinvest um ein weiteres Jahr bis zum 5. Mai 2012 verlängert. Nach Vorstellung des Managements sollen Anleger jedoch bereits im Laufe dieses Jahres ihre Anteile wieder zurückgeben können.

Die dafür nötige Liquidität soll in den kommenden Monaten durch weitere Immobilienverkäufe sichergestellt werden.

"In den vergangenen 12 Monaten haben wir fünf Objekte zu sehr guten Preisen veräußert, vier davon allein in diesem Jahr", so Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management AG in einer Mitteilung der Gesellschaft.

"Unser wichtigstes Ziel bleibt die langfristige Wertstabilität des Portfolios und damit das konservative Rendite-Risikoprofil des Fonds. Darauf können sich unsere Anleger verlassen."

Rückblick: Schäuble-Effekt und Petition 

Zum ersten Mal wurde die Anteilscheinrücknahme beim SEB Immoinvest Ende Oktober 2008 ausgesetzt, weil er der gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquiditätsquote von 5 Prozent bedenklich nahe kam.

Sieben Monate später, am 29. Mai 2009, machte der Immobilienfonds wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt standen dem Fondsmanagement über 1,1 Milliarden Euro liquide Mittel zur Verfügung.

Nach der Wiedereröffnung gaben verkaufswillige Anleger recht zügig Anteilsscheine im Wert von 400 Millionen Euro zurück. Blieb noch ein Polster von 700 Millionen mit dem die SEB in den Folgemonaten weitere Objekte hinzukaufte.

Am 6. Mai 2010 sorgt dann der Schäuble-Effekt für eine abermalige Schließung des SEB Immoinvest. Der seiner Zeit vorgelegte Diskussionsentwurf des Finanzministeriums zur Regulierung offener Immobilienfonds machte die Investoren nervös, Immobilienfondsanteile wurden massiv verkauft.

SEB startete eine Petition gegen die Regulierungspläne, die jedoch erfolglos blieb.

Von: Felix Hannemann

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sabine feistkorn, 28-04-11 13:04:
Nachdem ich im märz 2010 meine
anteile veräußern wollte, wurde mir in der seb-filiale lübeck "massiv" vom verkauf abgeraten.einen hinweis auf die schließung des fonds gab es nicht! dann wurde die schließung, als ich vom verkauf absah, bekannt.(mai 2010) da ich
immer auf einer verfügbarkeit meiner mittel aus war, hat mich die schließung schwer enttäuscht,
ebenfalls die m.e. schlechte beratung.nun lese ich, dass der fond weiter geschlossen bleibt und eine öffnungszeit gibt es nicht. ich bin sehr enttäuscht und erwarte wenigstens eine umgehende benachrichtigung, wenn der fond geöffnet wird.
hochachtungsvoll: s.feistkorn
Bonzerl, 29-04-11 07:05:
Die meißten Anleger haben den SEB ImmoInvest schon seit vielen Jahren. Immobilienfonds zählten zu den sichersten und stabilsten konservativen Investmentfonds. Wäre es zu keinen Schließungen gekommen, hätte wahrscheinlich niemand den Fonds verkaufen wollen. Werden die Hintergründe der Fondsschließung (Schäuble-Effekt) berücksichtigt, frage ich mich, warum die Anlage inzwischen von so vielen Anlegern in Frage gestellt wird. Die Verlängerung der Anteilsrücknahmeaussetzung zeigt doch nur, dass mit sovielen Verkäufen gerechnet wird, dass noch nicht ausreichend Liquidität aufgebaut wurde. In diesem Fall finde ich als ebenfalls betroffener Anleger die Verlängerung sinnvoll um eine erneute Schließung kurz nach Eröffnung zu verhindern.

Fakt ist: Ein Immobilienfonds bindet sein Vermögen in Immobilien und verfügt daher nur über eine beschränkte Liquidität. In Ausnahmesituationen reicht diese unter Umständen nicht aus. Die Investition in Immobilienfonds ist vielleicht wegen der befürchteten Inflation nicht die schlechteste Idee.

Wer sich über die Schließung des Fonds aufregt, hat voraussichtlich vorher Anlagen einfach nicht ausreichend gestreut.

Die Anlage hat ein Ausgabeaufschlag gekostet, sie hat ein Steuervorteil, hat noch nie Verluste erlitten - warum sollte ein Berater den Verkauf des Fonds vorschlagen. Von der erneuten Schließung haben die Berater entweder nichts gewußt oder hätten es wegen möglicher Insiderkenntnisse nicht sagen dürfen.

Ein Verkauf ist mit Abschlägen über die Börse trotzdem möglich. Der Abschlag beträgt derzeit rund 15%.
Mathias Purper, 29-04-11 09:32:
Ich bin mir sehr sicher, das Anleger der offenen Immobilienfonds (mit Ausnahme einiger weniger Fonds) in nicht allzu ferner Zukunft sich bei Ihren Beratern bedanken werden , auch wenn zwischenzeitlich und z.T. weiterhin geschlossen ,in Sachwerte investiert zu haben . Als Makler werde ich heute wie auch künftig dieses Produkt gerne einsetzen , weil meine Kunden und ich bei ausreichender Aufklärung damit besser schlafen können !
Ralf Schlegel, 29-04-11 20:18:
Mein inzwischen verstorbener Bruder hatte für meinen Sohn Anteile des SEB IMMOFONDS gekauft. 2008 benötigten wir ein Teil des inzwischen angesparten Geldes, wir sind aus den bekannten Gründen nur mit sehr viel Mühe an das Geld gekommen. Zum Glück haben wir 2008 nach des Aussetzung der Ausgabesperre den gesamten Fonds aufgelöst.
Damals habe ich meinem Bruder dringend geraten, seine Fondsanteile ebenfalls sofort zurück zu geben - was er leider nicht getan hat. So sind meine Frau und ich zu einem hölchst zweifelhaften Erbe gekommen: nämlich eine für uns recht beträchtliche Summe, gespart im SEB IMMOFONDS. Bei dem Gespräch hinsichtlich der Auflösung der Konten meines inzwischen verstorbenen Bruders habe ich der Beraterin der SEB Bankfiliale in Emden vorgeschlagen, die Fondsanteile meines Bruders auf mich als Erben zu überschreiben. Dues wurde schlicht abgelehnt. Begründung: Das ginge nicht!! Klar, möglicherweise hätten sonst Schadenseratzfristen gegriffen.
Also warte ich immer noch auf das von meinem Bruder angesparte Geld, bekomme auf telefonische Anfragen nur ausweichende Antworten bzw. kopierte Werbeblättchen über die hervorragende Qualität des SEB IMMOFONDS als sichere Geldanlage. Auf konkrete schriftliche Anfrage wird gar nicht geantwortet.
Das gesamte Verhalten der SEB Bank bezüglich des SEB IMMOFONDS ist in meinen Augen inzwischen zu einer substanzlosen Farce verkommen, Moral spielt überhaupt keine Rolle^(mehr). Ich bin von der SEB Bank - insbesondere der Beraterin aus Emden - maßlos enttäuscht und werde mit Sicherheit niemals auch nur ansatzweise eine Geldanlage in IMMOFONDS und schon gar nicht bei dieser Bank in Erwägung ziehen.
Ralf Schlegel, 29-04-11 20:25:
Sehr geehrter Herr Purper,

Sie irren - ich werde mich mit Sicherheit nicht bei der Beraterin bedanken. Wofür auch? Für hinhaltende und ausweichende Aussagen? Für einen nicht beantworteten Brief, in dem ich um Antwort auf 4 Fragen bezüglich des SEB IMMOFONDS gebeten habe?
seb immoinvest 980230, 09-09-11 12:28:
Ausschüttung wurde unrechtmäßig wieder angelegt

Durch einen angeblichen Fehler wurde die Ausschüttung in 2011 wieder in Fondsanteile angelegt und das noch zum Nachteil des Bankkunden:
denn es wurden nicht die um ca. 10 Euro günstigeren Fondsanteile über die Börse sondern die Anteile zum internen Wert gekauft.
Angeblich soll eine Rückabwicklung erfolgen, wohl aber nur wenn man sich wehrt :-((((
Man kann wirklich vermuten, daß versucht wird, hiermit die Liquidität zu erhalten, ....
Soldier , 15-10-11 18:25:
Morgen Leute
Hätte gern mal gewußt wo ihr die Informationen her habt?
Bin schon die ganze zeit am suchen bzw, am fragen bei der SEB Bank .
Dort werde ich aber immer darauf vertröstet das der Immoinvest im Mai 2012 nach gesetzt wegen sowieso wieder auf gemacht werden muß.
Nu zu meiner Frage:
Was mache ich nun ? WEnn die Liquidität 2012 nicht gegeben ist bekomme ich doch wieder kein GEld odeR?
Würde mich freuen wenn ihr mir ein paar info´s bzw. Ratschläge geben könntet
mfg

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