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28.04.2011 17:32
Rubrik: Fonds

Immoinvest bleibt vorerst dicht: SEB klärt auf

Barbara Knoflach

SEB hatte gestern verkündet, dass der offene Immobilienfonds SEB Immoinvest weiterhin eingefroren bleibt, im Laufe dieses Jahres aber wieder geöffnet werden soll. Positiv ist, wie SEB seine Beweggründe Anlegern und der Öffentlichkeit erklärt.

Zweimal fror SEB seinen offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest ein. Einmal infolge der Finanzkrise (2008/2009), ein weiteres Mal aufgrund des Schäuble-Effekts seit Mai 2010.

Gestern nun beschloss SEB, die Aussetzung der Anteilsrücknahme um ein Jahr zu verlängern. Sie wäre sonst am 5. Mai ausgelaufen.

Im Internet nimmt SEB dazu ausführlich Stellung und erklärt seine Beweggründe für die Entscheidung: Dafür stellt SEB einen Frage-und-Antwort-Katalog und eine Präsentation ins Internet.

Laut Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management, nutze man die Zeit, um Objekte des Fonds zu akzeptablen Preisen zu veräußern und von den anziehenden Immobilienmärkten zu profitieren. Dies stärke die Liquidität.

Geplant sei, dass Anleger ihre Fondsanteile im Laufe dieses Jahres wieder zurückgeben können. Neben dem Stand der Dinge beim Fonds und einem Ausblick auf die Immobilienmärkte gibt das SEB-Informationsmaterial Einblicke in die Zukunft des offenen Immobilienfonds.

Neue Regelungen würden den Charakter der Asset-Klasse ab 2013 verändern: Statt als Tagesgeldersatz müsse die Anlageklasse künftig stärker als Sachwertinvestition gelten.

Der Katalog beantwortet detailliert Fragen, wie es zu der derzeitigen Situation kam und wie die Strategie für die kommenden Monate aussieht. Beispielsweise ist eine Ausschüttung von 2 Euro pro Anteilsschein für Juli 2011 vorgesehen. Auch wird auf Auswirkungen der Japan-Krise auf den Fonds eingegangen.

Verärgerter Kunde, 13-05-11 10:22:
Ich halte es schon für sehr befremdlich, dass vor der Scließung des ImmoInvestfonds keine Mitteilung an die Kunden Meine 87-jährige Mutter, die das Geld jetzt für Ihre Pflege benötigt, versteht die Welt nicht mehr. Jetzt ist der Fonds weiterhin geschlossen worden und ein Termin für die Öffnung steht noch nicht fest. Die Bank verdient jetzt weiterhin viel Geld und der kleine Sparer bleibt auf der Strecke. Herzlichen Dank!
Banker, 17-05-11 16:38:
Überlegen Sie doch einmal kurz welche Folgen eine solche Mitteilung gehabt hätte und aus welchem Grund eine Schliessung erfolgt.
Es steht ausser Frage, dass der Fall Ihrer Mutter sehr bedauertlich ist, aber bei einer Anlage in Fonds werden alle Anleger gleich behandelt und die Schliessung ist gesetzlich so vorgeschrieben, wenn eine gewisse Liquiditätsuntergrenze unterschritten wird.
Zur Info, ich habe beruflich nichts mit der SEB zu tun.
Kunde, 25-05-11 15:06:
"Überlegen Sie doch einmal kurz welche Folgen eine solche Mitteilung gehabt hätte..." ES IST MEIN GELD! Überlegen Sie mal, welche Folgen der Verlust für mich HAT (nicht "hätte")! Ob Sie das bedauern, ... tsss! "...gesetzlich vorgeschrieben..." WO SIND DIE ZAHLEN?
Hätte mein Banker mich beim Verkaufsgespräch nicht ANGELOGEN (meine Vorgabe: kein größeres Risiko als Festgeld), bräuchten Sie jetzt nicht die Ausreden für ihn erfinden.
tigger wood, 02-07-11 10:12:
Eigentlich wollte ich keine Festgeldanlage,denn dafür gibt es ja wesentlich mehr Zinsen als durch den Imoinvest erwirtschaftet wird! Zur Zeit 1,5%.
Warum erhalte ich wenn ich schon nicht an mein Geld komme nicht wenigstens einen angemessenen Zins???
Oder kassiert den die SEB???
tigger wood, 02-07-11 10:31:
Wenn ich mein Geld brauchen würde. z.B. in einer Notsituation kann ich mir ja mein Geld bei der SEB
leihen. Aber zu 1,5% wie beim IMO erwirtschaftet werde ich bestimmt nicht bekommen. Oder?
Statt mein Geld anzulegen würde ich es damit lansam aber sicher vernichten.
Banker2, 12-07-11 17:06:
Die Welt und somit auch die Risiken von Anlagen ändert sich. Im Nachhinein sind natürlich immer die Banker schuld. Wenn Sie aber mal Zeitungen (und nicht nur die Bild) lesen würden, sollten Sie wissen, dass sowohl Anlagen in Immobilien als auch in Staatsanleihen nicht mehr die "Sicherheit" besitzen wie sie es mal hatten. Es gibt keine Anlage, die absolut sicher ist...auch kein Termingeld !
Vertraunesbruch, 13-07-11 10:59:
Sehr geehrte Frau Knoflach,
Japan Krise, Schäuble Effekt, Weltfinanzkrise... diese Ausreden und leere Entschuldigungen kennen wir reichlich. Fakt ist, dass Sie mit UNSEREN GELDERN nicht richtig gewirtschaftet haben. Die Renditen stecken Sie selbt ein und die Almosen bekommen die Anleger. Nein, viel schlimmer, wir kommen an unser Geld nicht heran! Es ist fast wie beschlagnahmt!
Die Argumentation vom "Banker" ist sehr schwach. Wer soll sonst dafür verantwortlich gemacht werden, wenn nicht die Bank, die diese Papieren anpreist und teilweise aufdrängt? In einem haben Sie recht: absolute Sicherheit gehört der Vergangenheit, wo noch der Banker ein positives Image hatte. Dies haben Sie aber durch Ihr uferloses "Gier" Wirtschaften selbst zerstört. Schade!
Banker2, 13-07-11 12:49:
@Vertrauensbruch
Es ist wohl nicht ganz richtig, dass mit "Ihren" Geldern falsch gewirtschaftet wurde! Wenn Sie sich den Nettoinventarwert ansehen, müsste Ihnen eigentlich auffallen, dass die Anlage weiterhin eine positive Rendite erwitschaftet. Einzig die Tatsache, dass Investoren wie Sie (wie leider auch viele andere) panisch reagieren und unbedingt an das Geld wollen macht eine schnelle Liquidierung von Immobilien als Asset nur schwer möglich. Möchten Sie lieber, dass die Fondsmanager zu Schnäppchen-Preisen verkaufen ? Wohl auch nicht! Es ist wirklich mehr als ärgerlich, aber Sie werden ja an Ihr Geld wieder rankommen. Und als Termingeldersatz für monatliche Entnahmen ist so eine Anlage eh nicht gedacht..
zur Info..Ich gehöre und arbeite nicht für oder bei der SEB!
Kunde, 15-07-11 12:13:
"...dass Investoren wie Sie (wie leider auch viele andere) panisch reagieren und unbedingt an das Geld wollen..."
Aha. An der Panik bin ich selbst schuld. Info: es ist nicht "das" Geld, es ist MEINS. Das ich das zurück möchte, hat die Bank damit nicht gerechnet? Sie sind so sehr in Ihrer Banker-Denke gefangen, daß Sie nicht einmal mehr so etwas merken.
"Und als Termingeldersatz für monatliche Entnahmen ist so eine Anlage eh nicht gedacht." Sie werfen Nebelkerzen. MOnatliche Entnahme ist das eine, aber Tatsache ist: Das Ding ist seit mind. 15 Monaten dicht! Auch ist "ärgerlich" etwas anderes. Das hier ist eine SAUEREI! Da gibt es schon erwähenswerte Unterschiede! Die Bank ist immer noch Dienstleister, der sich seine "Leistungen" bezahlen lässt. Dämmerts Ihnen langsam?
Kunde, 18-07-11 10:12:
Mir wurde der Immoinvest als Anlage ohne Risiko verkauft. Genauso wie ich es wollte. Und nun muß ich feststellen, dass mein "Bangster" damals falsch beraten hat. Gleichwohl ich den kleinen Berater nicht die Schuld zuweise. Die Schuldigen sitzen etwas höher. Demnächst muss ich aus fälligen Lebensvers. einiges Geld für meine Rente anlegen. Meinem "Bangster" habe ich gesagt, dass ich dies nur gegen schriftliche Sicherheitsabtretungen seitens der Bank tun werde. Bislang habe ich "komischerweise " noch keine Antwort erhalten.Wahrscheinlich versteht eine bank das nicht, wenn man von ihr das Selbe haben will, wie sie als sog. "Dienstleister" von einem.

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