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Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

06.10.2011 17:25
Rubrik: Fonds

Die Favoriten der Top-Vermögensverwalter: Allianz Volatility Strategy

Broker an der Londoner Börse: Die gestiegene Volatilität
bescherte dem Allianz Volatility Strategy vorübergehend
Verluste – die aber schnell wieder aufgeholt sein sollten,
Foto: Getty Images

Repräsentanten renommierter Family Offices oder Privatbanken geben Auskunft, welche Publikumsfonds sie im Geschäft mit ihren oft sehr vermögenden Kunden einsetzen. In dieser Ausgabe: Markus Taubert, Berenberg Bank

Volatilität bewegt! Als Gradmesser für die Nervosität an den Finanzmärkten begreifen viele Anleger und Investoren diese Kennzahl für Kursschwankungen in erster Linie als Risikoquelle.

Doch diese Betrachtung greift zu kurz. Mittlerweile hat sich die Volatilität zu einer eigenen, wenn auch eher abstrakten Anlageklasse entwickelt. Aus der Absicherung gegen Bewertungsdifferenzen ist ein Instrument zum Erzielen von Erträgen geworden – mit äußerst positiven Resultaten.

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Der von uns in der Vermögensverwaltung eingesetzte Allianz Volatility Strategy verfolgt eine Strategie, die das Schwankungsverhalten des Euro Stoxx 50 und des S&P 500 ausnutzt. Denn: In fast 85 Prozent aller Fälle liegt die gehandelte implizite Volatilität der in diesen Indizes abgebildeten Aktienmärkte über der realisierten historischen Volatilität.

Deshalb geht Fondsmanager Stefan Kloss systematisch Short-Positionen ein und verkauft Varianz-Swaps – er verkauft also die realisierte Volatilität und kauft die implizite Volatilität. Letztlich funktioniert diese Strategie wie eine Versicherung: Der Versicherungsnehmer ist in diesem Fall der Swap-Käufer, der Versicherer der Fonds. Dafür, dass er den Versicherten – in der Regel eine Investmentbank – vor kurzfristig extrem erhöhter Volatilität schützt, erhält er eine Prämie.

Ein Schaden wiederum tritt in nur 15 Prozent der Fälle ein – nämlich immer dann, wenn die realisierte Volatilität größer ist als die implizite Volatilität. In diesem Fall sind dann auch die Verluste überproportional größer als die Gewinne. Durch den systematischen Verkauf von Volatilität profitiert der Anleger also von negativen Varianzprämien.

Das nicht in Derivaten gebundene Fondsvermögen legt Kloss in einem Portfolio an, das ein dem Euro-Geldmarkt ähnliches Profil aufweist. Gerade nach Marktverwerfungen, wie wir sie kürzlich wieder erlebt haben, befinden sich die impliziten Volatilitäten auf sehr hohem Niveau.

Daher besteht die Chance auf eine hohe Differenz von tatsächlich realisierter und impliziter Volatilität. Sollten sich die Aktienmärkte etwas beruhigen und sollte damit die hohe realisierte Volatilität zurückgehen, verhilft der systematische Verkauf von Volatilität zu einer sehr attraktiven Risikoprämie.

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Berenberg Bank: Das 1590 gegründete Institut gehört mit rund 1.000 Mitarbeitern, einer Bilanzsumme von 3,2 Milliarden Euro und einem haftenden Eigenkapital von 213 Millionen Euro zu den führenden Privatbanken in Deutschland. Insgesamt verwaltet es über 25 Milliarden Euro für private und institutionelle Anleger und ist darüber hinaus im Investment Banking und im Commercial Banking tätig. Neben der Zentrale in Hamburg existieren 16 Niederlassungen und Repräsentanzen, acht davon im Ausland.

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