Geschlossene Goldfonds: „10-Millionen-Euro-Marke geknackt“
Karsten Dümmler, Chef des Edelmetall-Fondsinitiators Solit Kapital und Gründer des Maklerpools Netfonds, über Hemmschwellen im Vertrieb, Sparplan-Vorurteile und Schweizer Sicherheiten bei der Goldanlage.
DAS INVESTMENT.com: Im Markt der geschlossenen Fonds scheint es nur zwei Produktsparten zu geben, die gegenwärtig gehen: Immobilienfonds und Solarfonds. Was ist mit Goldfonds?
Karsten Dümmler: Wir können nicht klagen. Das liegt daran, dass der Kunde das Thema Gold in der Beratung von sich aus anspricht. Dieses starke Interesse wird gegenwärtig nur von Solarinvestments getoppt. Unser erster Fonds ist seit Dezember 2009 ausplatziert, der zweite Fonds, der Ende November vergangenen Jahres startete, bereits zu 50 Prozent. Wir haben vor kurzem die 10-Millionen-Euro-Marke beim Gesamtplatzierungsvolumen geknackt.
DAS INVESTMENT.com: Wie viel entfiel dabei auf Netfonds?
Dümmler: Über Netfonds wurde im ersten Fonds etwa 60 Prozent platziert, doch der Anteil, der über die Plattformen Efonds und Bit, sowie über direkt an Solit angebundene Makler kommt, stieg in den vergangenen Wochen deutlich an. Bei der 2. KG hat Netfonds nur noch einen Anteil von zirka 30 Prozent an den Platzierungen. Das ist auch nicht verwunderlich: Viele Berater halten sich beim ersten Produkt eines Emissionshauses zurück und warten ab, wie sich der Initiator und der Erstlingsfonds entwickeln. Bei den bei Netfonds angeschlossenen Finanzmaklern war die Überzeugungsarbeit aufgrund persönlicher Kontakte einfacher.
DAS INVESTMENT.com: Hat der Vertrieb darauf gedrängt, beim zweiten Fonds auch die Sparplanvariante anbieten zu können?
Dümmler: Ja, ganz klar.
DAS INVESTMENT.com: Sparpläne sind in der Branche allerdings eine Reizvokabel. Es gab einige geschlossene Fonds, bei denen die Einmalanleger-Ausschüttungen von den Ratensparern finanziert worden sind.
Dümmler: Wir kennen die Fälle, aber so etwas ist bei uns ausgeschlossen. Wir behandeln Einmalanlagen- und Sparplankunden absolut gleich, die Investitionsquote ist bei beiden 95 Prozent. Das ist deshalb möglich, weil wir für das eingelegte Geld physisch Gold oder Silber kaufen und im Schweizer Depot hinterlegen. Der Anleger kann online tagesaktuell die Entwicklung seines Depots verfolgen. Im Gegensatz zu anderen Beteiligungen kann der Anleger seine Beteiligung auch jederzeit kündigen und sich entweder auszahlen oder seine Barren in der Schweiz aushändigen lassen.





















Noch keine Kommentare vorhanden.
Kommentar schreiben