Verband Geschlossene Fonds: „Kontrolle für alle“
Eric Romba, Sprecher des VGF Verband Geschlossene Fonds, über Nachholbedarf bei Privatanlegern, falsch verstandenen Verbraucherschutz und die Professionalisierung seiner Branche.
DAS INVESTMENT.com: Die VGF-Mitglieder haben im dritten Quartal 2011 lediglich 667 Millionen Euro platziert. Das Sachwertargument scheint beim Anleger nicht so richtig zu ziehen.
Eric Romba: Doch, das Argument zieht. Wir stehen allerdings im starken Wettbewerb mit Immobilien-Direktinvestments. Das hat vorrangig emotionale Gründe: die Eigentumswohnung vor Ort in Hamburg, Berlin oder München liegt so greifbar nah. Da werden dann Kosten für Grunderwerbsteuern oder die Maklerprovision oft ausgeblendet. Wir müssen noch einen Zahn zulegen und Vertriebe und Anleger davon überzeugen, welche Vorteile geschlossene Fonds bieten – etwa das routinierte Asset-Management oder die Streuung über mehrere Asset-Klassen.
DAS INVESTMENT.com: Was ist mit der Bedeutung institutioneller Investoren?
Romba: Ihr Anteil wächst. Das taucht aber weniger in der unterjährigen Statistik auf, was damit zusammenhängt, dass einige Investoren nicht genannt werden wollen und etliche Geschäfte erst zum Jahresende geschlossen werden. Es sieht sehr danach aus, dass sich bei manchem Emissionshaus in diesem Jahr das Volumen vom Privatkundenbereich auf das institutionelle Geschäft verlagern wird. Das werden auch die Branchenzahlen widerspiegeln, die wir auf dem VGF Summit im Februar 2012 bekannt geben.
DAS INVESTMENT.com: Schön wären auch Angaben zur Gesamtperformance der Fonds, also inklusive der Exits.
Romba: Das kommt. Wir arbeiten für eine Performance-Kennzahlen-Studie mit der Uni Augsburg zusammen. Ziel ist, bis Mitte 2012 hierzu die Ergebnisse zu bringen. Dabei werden wir als ersten Schritt die Daten unserer Mitglieder einfließen lassen. Uns ist vor allem die Seriosität der Daten wichtig: Woher kommen die Zahlen, in welchen Umfang stehen sie zur Verfügung? Noch vor 10 Jahren gab es bei einigen Fonds gar keinen Prospekt.
DAS INVESTMENT.com: Ab April 2012 soll die Bafin die Fondsprospekte nicht nur formal, sondern auch auf Kohärenz prüfen – rechnen Sie mit Schwierigkeiten bei der Abwicklung?





















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