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präsentiert von greenValue

24.06.2009 11:03
Rubrik: Grünes Geld

Dexia-Studie: Öl-Konzerne im Abgas-Test

Quelle: Fotolia

Die Fondsgesellschaft Dexia untersucht in einer Studie Energieunternehmen darauf, wie sie mit den künftigen Kosten für den Ausstoß von Treibhausgas klarkommen. Das Ergebnis: Bestenfalls bricht das Geschäft nur um 43 Prozent ein, schlimmstenfalls müssen die Öl-Konzerne draufzahlen

Im Rahmen der Studie analysieren die Dexia-Experten die 230 größten Projekte, die die Energieunternehmen derzeit angeschoben haben. Wirken sich die derzeitigen Kosten für Treibhausgas-Emissionen derzeit noch kaum aus, könnte der Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr 2020 die Unternehmen im schlimmsten Fall 68 Prozent ihrer laufenden Einnahmen kosten. Für Investoren keine rosigen Aussichten. Der genaue Wert hängt mit davon ab, wie die Gesetzesgeber den Markt für Emissionsrechte weiter regulieren und was die Rechte künftig kosten. Und das gilt nur für die aktuellen Projekte.

Vor großen Problemen könnten laut Studie Total und Royal Dutch Shell stehen. Total werden die Emissionsrechte im Worst-Case-Szenario im Jahr 2020 rund 72 Prozent der laufenden Einnahmen kosten. Bei Shell können sie sie mit 115 Prozent sogar weit übersteigen. Das Geschäft von BP, Statoil und Eni dürfte indes deutlich weniger belastet werden: Bei BP liegt der Worst-Case-Wert bei 43 Prozent, bei Statoil Hydro bei 51 Prozent und bei Eni 59 Prozent.

Für Investoren ist es laut Dexia deshalb besonders wichtig, wie sich die Firmen heute schon technisch ausrichten. So liege die Klimabelastung durch Erdgas um 23 Prozent unter der durch Erdöl und sogar 48 Prozent unter der von Kohle. Und hier seien die BP, Statoil und Eni am besten positioniert, heißt es von Dexia.

Von: Andreas Scholz

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