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13.11.2009 14:58
Rubrik: Grünes Geld

Elektroauto: „Die E-Revolution rollt an die Kapitalmärkte“

Tesla Roadster Sport

Noch fährt Thomas Bauer kein Elektroauto, er investiert nur. Der Manager des weltweit ersten Fonds zum Thema Elektromobilität, des Absolut Future Mobility (WKN: A0R DF9), würde sich zwar gerne einen Tesla Roadster kaufen, mit 88.000 Euro ist er ihm derzeit aber noch zu teuer. DAS INVESTMENT.com fragte Bauer, der für die Münchener Absolut Asset Managers arbeitet, wann die Technologie so marktreif ist, dass die Elektro-Welle an die Kapitalmärkte rollt. Und wie sich Investoren in der Zwischenzeit positionieren sollten.

DAS INVESTMENT.com: Herr Bauer, spätestens seit der Internationalen Automobil-Ausstellung im September ist das Thema Elektroauto allgegenwärtig. Viele Kritiker aber meinen, dass die Technologien überhaupt noch nicht marktreif sind. In „Der Spiegel“ konnte man von der „Starkstrom-Utopie“ lesen. Wann kommt die Generation Elektro auf die Straßen?

Thomas Bauer: Sie ist es bereits. Die Technologien sind marktreif, schließlich kann man bereits Elektroautos wie den Tesla Roadster kaufen. Vor kurzem hat sogar der erste Tesla-Laden auf europäischem Festland eröffnet, in der Münchener Blumenstraße. Und in Japan gibt es schon das erste Großserien-Elektroauto, den Mitsubishi I-MIEV. Ende 2010 kann man ihn voraussichtlich auch bei uns kaufen.

DAS INVESTMENT.com: Wo ist dann das Problem?

Bauer: Bisher hat einfach die Nachfrage gefehlt, um besonders die Batteriehersteller in die Lage zu bringen, die Akku-Zellen in einer Menge und zu einem Preis zusammenzuschalten, die für die Anwendung im Fahrzeug notwendig ist.

DAS INVESTMENT.com: Das hört sich nach einem klassischen Henne-Ei-Problem an. Ohne Nachfrage gibt es keine Elektroautos mit bezahlbaren Akkus und vernünftiger Reichweite und ohne attraktive E-Mobile keine Nachfrage.

>> zur Bildstrecke "Das Elektroauto-Rennquartett"

Bauer: Das hat sich aber schon geändert und wie gesagt, die Technik ist inzwischen marktreif. Bei Reichweiten von 350 bis 400 Kilometer mit einer Akkuladung, wie beim Tesla Roadster, sind die Akkus bei über 95 Prozent der Fahrten kein Problem mehr.

DAS INVESTMENT.com: Die Autobauer messen die angegebene Reichweite aber meist anhand langsamer Norm-Fahrzyklen. Kommt zu einer forscheren Fahrweise noch eine Heizung oder Klimaanlage, dürfte die Reichweite um mehr als die Hälfte schrumpfen. Jeder kleinste Ausflug endet dann als Steckdosen-Jagd.

###BOX_13###

Bauer: Strom gibt es ja an jeder Ecke und auch noch im letzten Winkel der Republik.

DAS INVESTMENT.com: Aber eine ausreichende Lade-Infrastruktur noch nicht. Oder gibt es künftig Staus an der Imbissbude, weil die Leute statt Pommes Strom wollen?

Bauer: Tanken an der Imbissbude ist keine schlechte Idee. Das funktioniert aber nur solange der Markt noch klein ist. In einem Massenmarkt ist das nicht mehr machbar. Es gibt jedoch beispielsweise bei McDonalds schon Überlegungen Ladesäulen aufzustellen, quasi als Kundenservice. In Skandinavien gibt es das schon. Da werden bestimmt noch andere folgen.

DAS INVESTMENT.com: Noch sind wir aber doch beim nächsten Henne-Ei-Problem: Ohne gute Lade-Infrastruktur fehlt die Nachfrage nach Elektroautos und ohne Nachfrage wird die Infrastruktur nicht ausgebaut.

Bauer: Ist eine vernünftige Reichweite der Akkus erst einmal erreicht, wird die Nachfrage kommen und dann auch automatisch die Lade-Infrastruktur. Aus meiner Sicht sind nun zuerst einmal die Millionen von Zweitwagen und die Autobesitzer mit einer eigenen Garage an der Reihe. In Deutschland gibt es rund 10 Millionen Zweitwagen mit einer sehr geringen Jahres- beziehungsweise Tageslaufleistung. Wenn die alle auf Strom fahren, wäre das die zehnfache Menge, die die Bundesregierung bis 2020 anstrebt.

weotui , 14-11-09 23:26:
Optimismus in allen Ehren, aber Vorsicht: Die Batterietechnik hält das Elektroauto noch am Boden. Lithium ist schon jetzt knapp. Wir brauchen nicht nur größere Kapazitäten für die Produktion, sondern auch effizientere Batterien mit einer mindestens zehnfach höheren Kapazität bei geringerem Gewicht. Zurzeit sind wir noch bei der Grundlagenforschung. Fünf bis Zehn Jahre müssen wir dem Elektroauto für den Durchbruch wohl noch geben.
Peter Binz, 16-11-09 17:59:
Wir hatten schon benzinsparende Autos z. B. Golf,Lupo 3L Audi A3. Alle Autos wurden vom Markt genommen, weil die entsprechenden Stückzahlen nicht erreicht wurden. Nicht anders geht es dem Elektroauto. Elektroautos und Busse mit E-Antrieb gab es schon genug. Kein Auto ging in Serie wie z.B. der
Hotzenblitz. Der Smart wurde auch von Swatch als E-Auto konzeptiert auch hier wurde es nicht realisiert. Wie der Preis des Benzins oder Diesel fällt ist es auch mit dem E-Auto vorbei. Höchstens es wird wieder unnötig mit Steuermitteln Subventioniert.
qwertz , 17-05-10 17:32:
Akkus sind leider noch ein Problem. Allerdings wundert es mich dass so wenige Elektroautos als Zweitwagen gekauft werden.
Mit dem Zebra-Akku hat man einen guten akku der auch Jahrzehnte benutzbar ist ohne ihn auszutauschen. Aktuell ist die Akkuforschung im Boom.
Ich persönlich hoffe das die digitale Quantenbatterie funktioniert. Das wäre der Akku den wir brauchen.
LiFePO4 sind auch recht gut, haben zwar nicht so eine lange Lebensdauer wie der Zebra, entladen sich aber nicht so schnell.


Wenn ihr einen Zweitwagen braucht, informiert euch mal 30 min im Internet. Ihr werdet feststellen dass Elektroautos um ein vielfaches besser sind als ihr Ruf.(übrigens haben Elektromotoren ihr volles Drehmoment auch bei niedrigster Drehszahl, dass heißt man hat eine gute beschleunigung. Einen 50PS E-Motor kann man nicht mit einem 50PS Benzin oder Diesel vergleichen. Eher mit einem 150PS Diesel/Benzin.
ECars sind keine Lahme Enten! und haben zudem noch steuerliche vorteile.)

zugegeben, zum in den Urlaub fahren sind sie noch nicht geeignet, aber das wird schon noch:-)

Gruße qwertz
qwertz , 17-05-10 19:01:
Akkus sind leider noch ein Problem. Allerdings wundert es mich dass so wenige Elektroautos als Zweitwagen gekauft werden.
Mit dem Zebra-Akku hat man einen guten akku der auch Jahrzehnte benutzbar ist ohne ihn auszutauschen. Aktuell ist die Akkuforschung im Boom.
Ich persönlich hoffe das die digitale Quantenbatterie funktioniert. Das wäre der Akku den wir brauchen.
LiFePO4 sind auch recht gut, haben zwar nicht so eine lange Lebensdauer wie der Zebra, entladen sich aber nicht so schnell.


Wenn ihr einen Zweitwagen braucht, informiert euch mal 30 min im Internet. Ihr werdet feststellen dass Elektroautos um ein vielfaches besser sind als ihr Ruf.(übrigens haben Elektromotoren ihr volles Drehmoment auch bei niedrigster Drehszahl, dass heißt man hat eine gute beschleunigung. Einen 50PS E-Motor kann man nicht mit einem 50PS Benzin oder Diesel vergleichen. Eher mit einem 150PS Diesel/Benzin.
ECars sind keine Lahme Enten! und haben zudem noch steuerliche vorteile.)

zugegeben, zum in den Urlaub fahren sind sie noch nicht geeignet, aber das wird schon noch:-)

Gruße qwertz

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