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Solar: Die Sonnenwende

Solar: Die Sonnenwende

Konsolidierung oder Kollaps - wie schlimm steht es um die Solarindustrie? Welche Chancen und Risiken die aktuelle Krise für Beteiligungen an Solaranlagen bietet.

Beteiligungen & Einzelprojekte

präsentiert von greenValue

25.08.2009 09:30
Rubrik: Grünes Geld

Das große Solar-Interview: „Krise, aber kein Kollaps“

Nachhaltigkeitsanalyst Matthias Fawer von Sarasin

Goldman Sachs stuft deutsche Solarfirmen herab, die Branche fordert Schutzzölle und eine „Buy European“-Regelung. Droht eine beispiellose Pleitewelle? Oder ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um antizyklisch einzusteigen? DAS INVESTMENT.com fragte Matthias Fawer, Vize-Präsident von Sarasin Sustainable Investment.

DAS INVESTMENT.com: Die Angst vor den Dumpingpreisen der chinesischen Konkurrenz wächst. Die deutsche Solarindustrie fordert von Regierung und EU-Kommission Schutzzölle. Ist das sinnvoll?

Matthias Fawer: Das würde die Verlagerung nach Asien nur verzögern, aber nicht aufhalten. Zudem wollen die Europäer ja sicherlich auch vom boomenden asiatischen Solarmarkt profitieren. Wichtiger ist, dass eine globale Solarindustrie entsteht, welche auch ohne Einspeisevergütung wettbewerbsfähig ist. Durch die Erreichung der Netzparität, grüner und ‚normaler‘ Strom haben dann den gleichen Preis, kann weltweit eine enorme Nachfrage nach Solarmodulen auslöst werden.

DAS INVESTMENT.com: Solarworld-Chef Frank Asbeck wünscht sich außerdem eine „Buy European“-Regelung, um sich vor dem Massenimport von Solarmodulen aus China zu schützen. Was halten Sie von diesem Öko-Protektionismus?

Fawer: Ich bezweifle, dass eine solche Regelung viel bringt. Die Europäer sollten sich viel eher über Qualität und Wirkungsgrad ihrer Module abheben. Premiumprodukte erlauben einen höheren Preis. Anderseits untersucht die Bank Sarasin gerade, ob asiatische Solarunternehmen die Umweltgesetzgebung und minimale Sozialstandard einhalten. Dadurch sollen ‚unfaire‘ Kostenvorteile vermieden werden.

DAS INVESTMENT.com: Billig-Konkurrenz aus Asien, Modulschwemme aus den USA und Probleme bei der Finanzierung neuer Projekte. Wie schlimm steht es letztendlich um die Solarindustrie?

Fawer: Wir haben eine Krise, aber keinen Kollaps. Die aktuelle Panikmache ist übertrieben. Wir stehen vor einer Konsolidierung einer sich globalisierenden Solarindustrie.

DAS INVESTMENT.com: Wodurch wurde die Krise ausgelöst?

Fawer: Die Nachfrage nach Solarmodulen und Anlagen ist dramatisch eingebrochen. Grund ist unter anderem die neue Gesetzgebung in Spanien, dem zweitgrößten Solarmarkt Europas. Die Vergütung für Solarstrom wurde gesenkt und die Förderung auf maximal 500 Megawatt pro Jahr gedeckelt. Wegen der Finanzkrise können viele große Projekte zudem nicht mehr finanziert werden. Da die Solarindustrie in den vergangenen Jahren Vollgas gegeben und massiv Kapazitäten ausgebaut hat, gab es riesige Lagermengen, die nun nicht mehr an den Mann gebracht werden konnten. Die Modulpreise sind darum seit September vergangenen Jahres um 30 bis 40 Prozent gefallen.

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