Wind oder Solar: Welche Investments sind attraktiver?
Wie sehen die Märkte für erneuerbare Energien nach der Senkung der Einspeisevergütung für grünen Strom aus?
DAS INVESTMENT.com: Herr Hoffmann, über 10 Prozent weniger Geld gibt es ab 2010 für die Einspeisung von Solarstrom. Ist das ein Schritt in die richtige Richtung?
Arthur Hoffmann: Ja, wir sind auf dem besten Weg hin zu einer wettbewerbsfähigen Solarindustrie. Die Modulpreise sind in den vergangenen zwölf Monaten um 40 bis 50 Prozent gesunken. Darum ist es richtig, die Förderung anzupassen und die Einspeisevergütung zu kürzen.
DAS INVESTMENT.com: Welche Auswirkungen hat das auf die Solarbranche?
Hoffmann: Kurzfristig wird es zu einer Konsolidierung kommen. Wichtig ist aber, dass eine globale Solarindustrie entsteht, die auch ohne Einspeisevergütung wettbewerbsfähig ist. Durch die Erreichung der Netzparität, wenn also grüner und klassischer Strom den gleichen Preis haben, kann weltweit eine enorme Nachfrage nach Solarmodulen ausgelöst werden.
DAS INVESTMENT.com: Bedeutet das eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses an den Märkten zugunsten der Windbranche?
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Hoffmann: Die Windindustrie ist schon wesentlich fortgeschrittener als die Solarbranche und schon deutlich konkurrenzfähiger. In den USA beispielsweise kann Windstrom zu gewissen Zeiten und Tarifen problemlos mit dem klassischen Strom mithalten. Die Turbinen sind größer und effizienter geworden. Viele kleine Windanbieter sind vom Markt verschwunden. Hier gibt es nicht mehr viel zu konsolidieren. In der Energieproduktion der Zukunft haben jedoch alle Technologien ihre Berechtigung.
DAS INVESTMENT.com: Die Solarindustrie ist noch nicht effizient?
Hoffmann: Die Effizienzgewinne sind noch nicht so hoch, wie im Windsektor. Zwar ist die Branche durchaus schon effizienter geworden, aber die Modulpreise müssen noch weiter runter. Im Gegensatz zum Windsektor gibt es noch zu viele kleine Akteure auf dem Markt. Wer hier nicht auf das richtige Pferd setzt, ist weg vom Fenster. Die Standardisierung und Massenproduktion im Solarsektor ist in vollem Gang.
DAS INVESTMENT.com: Selbst große Solar-Firmen kämpfen mit der Billig-Konkurrenz aus Asien. Droht der deutschen Solarindustrie ein Kahlschlag?


















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