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Konsolidierung oder Kollaps - wie schlimm steht es um die Solarindustrie? Welche Chancen und Risiken die aktuelle Krise für Beteiligungen an Solaranlagen bietet.

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präsentiert von greenValue

23.02.2010 14:44
Rubrik: Grünes Geld

Sexy Video: Makatsch und Liefers im Steuerduett

Quelle: Fotolia

„Haben Sie von der Idee gehört, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen?“, haucht Heike Makatsch im sexy Goldblüschen ihrem Chef Jan Josef Liefers (adretter Anzug, großer Schreibtisch) zu. „Eine süße kleine Idee, aber sie würde nicht funktionieren“, so Liefers souverän. Warum eigentlich nicht?

Im Filmspot „Steuer gegen Armut. Eine gute Idee?“ diskutieren die Schauspieler Heike Makatsch und Jan Josef Liefers die Einführung einer Steuer à la James Tobin. In den 70er Jahren erfand der amerikanische Ökonom eine Umsatzsteuer auf Devisengeschäfte, um kurzfristige Spekulationen auf den Finanzmärkten einzudämmen. Über die Theorie kam die Tobin-Steuer bislang allerdings nie hinaus. Zuletzt hatten sich im Vorfeld des Weltklimagipfels in Kopenhagen unter anderem Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Äthiopiens Präsident Meles Zenawi und Großbritanniens Premier Gordon Brown für die Einführung ausgesprochen.

„Es ist sehr kompliziert und eine erhebliche Belastung für die Banken“ so Liefers zunächst. Doch sein Widerstand bröckelt mit jedem Augenaufschlag von Makatsch. „Eine winzig kleine Steuer auf den Handel mit Finanzvermögen, würde jährlich Milliarden von Euro einbringen und könnte somit helfen Armut und Hunger in der Welt zu bekämpfen, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun und hierzulande soziale Gerechtigkeit zu schaffen“, so Makatsch. Liefers: „Möglicherweise ist es doch ein ganz gute Idee.“

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Der Film von Maria von Heland nach einer Idee von Richard Curtis und der Robin Hood Tax Campaign wurde im Rahmen der Kampagne "Steuer gegen Armut"  Online gestellt. Gefordert wird eine geringe Besteuerung auf alle Finanzmarktprodukte, die von Banken, Brokern und Investoren gehandelt werden. Ein Steuersatz zwischen 0,01 und 0,1 Prozent auf den Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten würde übermäßige Spekulationen verhindern, den Finanzmarkt stabilisieren und so dazu beitragen, Krisen wie die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise zu verhindern, so die Begründung. Gleichzeitig könnten mit den Steuereinnahmen die Folgen der Krise, gerade auch in den armen Ländern, finanziert werden. Außerdem werden diejenigen, die die Krise durch wildes Spekulieren maßgeblich ausgelöst haben, bei der Krisenbewältigung in die Pflicht genommen.

Von: Astrid Lipsky

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Heribert Frikandel , 23-02-10 16:40:
Finanztransaktionssteuer und Tobinsteuer (betrifft nur Devisenhandel) sind nicht dasselbe. Wer ist Jan Josef Liefers?
Christine Bortenlänger, 23-02-10 19:22:
Die Finanztransaktionssteuer belastet die Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte. Mit dieser Steuer beteiligt man nicht die Kreditinstitute an den Kosten der Finanzkrise, wie angeblich angestrebt. Vielmehr trifft man die Anleger, deren Kapitalerträge gemindert, und die Unternehmen, deren Finanzierung über den Kapitalmarkt verteuert werden. Damit behindert man die private Altersvorsorge und erschwert die Finanzierung von Investitionen in Unternehmen. Finanzmärkte sind gesamtwirtschaftlich sinnvoll und absolut notwendig. Die Vermeidung künftiger Finanzkrisen und die Lösung der aufgetretenen Probleme der Finanzkrise liegen nicht in einer Behinderung durch Besteuerung, sondern in einer intelligenten, grenzüberschreitenden Regulierung. Darauf muss sich die Anstrengung der Politik konzentrieren. Es muss mit Augenmaß an adäquaten Konzepten gearbeitet werden.
Ingo Asalla, 24-02-10 11:34:
Und nächstes Jahr kostet die Steuer 0,5%, im übernächsten Jahr 1%, im darauf folgenden 1,5% usw.usw. Steuereintreiber sind unerbittlich und die Staaten dieser Welt gewöhnen sich in der Regel ganz schnell an neue Steuern. Zudem fließen die Beträge meist nicht dorthin, wohin sie nach ursprünglicher Planung fließen sollen. Viel zu häufig werden Haushaltslöcher damit gestopft. Das weiß jeder Steuerzahlers aus Erfahrung. Ich schließe mich Frau Bortenlänger an: Krisen an den Märkten werden bestimmt nicht durch Einführung neuer Steuern verhindert. So etwas zu fordern, ist Populismus - aber auch das sind wir doch von der Politik gewohnt.

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