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präsentiert von greenValue

02.03.2010 12:10
Rubrik: Grünes Geld

Genfer Autosalon: Mit Vollgas in die Zukunft?

Porsche 911 GT3 R Hybrid

Am 04. März startet der 80. Automobil-Salon in Genf. Die Trendfarbe nach Angaben des Veranstalters: grün. Doch gerade einmal 16 von 100 Premieren sind mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Nur langsam kommt die Elektro-Welle ins Rollen. Was bedeutet das für Investoren? DAS INVESTMENT.com diskutierte mit Philipp Mettler von Sustainable Asset Management (SAM) und Thomas Bauer von Absolut Asset Managers: Gas oder Bremse?

DAS INVESTMENT.com: 16 Prozent grüne Premieren in Genf. Nicht schlecht dafür, dass viele Kritiker meinen, dass die Technologien überhaupt noch nicht marktreif sind. So konnte man in „Der Spiegel“ von der „Starkstrom-Utopie“ lesen. Kommt die Generation Elektro jetzt auf die Straßen?

Philipp Mettler: Reine Elektrofahrzeuge werden in naher Zukunft eher Nischenprodukte bleiben. Das größte Wachstumspotenzial sehen wir bei seriellen Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen, also Autos mit Verbrennungs- und Elektromotor, die über Steckdosen wieder aufgeladen werden können.

Thomas Bauer: Die Generation Elektro ist doch bereits auf den Straßen. Die Technologien sind marktreif, schließlich kann man bereits Elektroautos wie den Tesla Roadster kaufen. Vor kurzem hat sogar der erste Tesla-Laden auf europäischem Festland eröffnet, in der Münchener Blumenstraße. Und in Japan gibt es schon das erste Großserien-Elektroauto, den Mitsubishi I-MIEV. Ende 2010 kann man ihn voraussichtlich auch bei uns kaufen.

DAS INVESTMENT.com: Wo ist dann das Problem?

Bauer: Bisher hat einfach die Nachfrage gefehlt, um besonders die Batteriehersteller in die Lage zu bringen, die Akku-Zellen in einer Menge und zu einem Preis zusammenzuschalten, die für die Anwendung im Fahrzeug notwendig ist.

DAS INVESTMENT.com: Das hört sich nach einem klassischen Henne-Ei-Problem an. Ohne Nachfrage gibt es keine Elektroautos mit bezahlbaren Akkus und vernünftiger Reichweite und ohne attraktive E-Mobile keine Nachfrage.

Bauer: Das hat sich aber schon geändert und wie gesagt, die Technik ist inzwischen marktreif. Bei Reichweiten von 350 bis 400 Kilometer mit einer Akkuladung, wie beim Tesla Roadster, sind die Akkus bei über 95 Prozent der Fahrten kein Problem mehr.

Von: Astrid Lipsky

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