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Solar: Die Sonnenwende

Solar: Die Sonnenwende

Konsolidierung oder Kollaps - wie schlimm steht es um die Solarindustrie? Welche Chancen und Risiken die aktuelle Krise für Beteiligungen an Solaranlagen bietet.

Beteiligungen & Einzelprojekte

präsentiert von greenValue

09.01.2012 11:32
Rubrik: Grünes Geld

Seifenoper Subventionskürzung: Röttgen verhandelt mit Solarbranchen-Vertretern

Umweltminister Norbert Röttgen.
Quelle: AFP/Getty Images

Subventionsabbau in der Solarbranche und kein Ende: Nachdem im Dezember so viele Photovoltaik-Anlagen wie in keinem Monat zuvor installiert wurden, spricht die Bundesregierung wieder von einer Kürzung der Fördergelder. Die Details will der Umweltminister Norbert Röttgen noch diese Woche mit den Branchenvertretern besprechen.

Erst Röttgen, dann Merkel, dann Rösler – und nun wieder Röttgen: Die Koalition nimmt die hohe Anzahl der im Dezember installierten Solaranlagen zum Anlass, erneut über eine drastische Kürzung der Förderung zu diskutieren. Umweltminister hat Spitzenvertreter der Branche zu einem Gespräch geladen.

Die Solarenergie erzeuge nur 3 Prozent des deutschen Stroms, verursache aber 50 Prozent der Förderkosten, erklärte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler gegenüber der „Financial Times Deutschland“ (FTD). Da der Umbau der Energieversorgung in Deutschland so nicht gelingen könne, erwarte er vom Umweltminister rasch konkrete Vorschläge. Röttgen selbst schloss laut FTD neue Einschnitte nicht aus.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur gingen im vergangenen Jahr Solaranlagen mit einer Leistung von 7500 Megawatt neu ans Netz. Allein im Dezember kamen Anlagen mit 3000 Megawatt Leitung neu hinzu – das sind so viele wie in keinem einzigen Monat zuvor. Der bisherige Rekord war der Juni 2010 mit 2100 Megawatt.

Als einer der Gründe für den massiven Zubau nennt der Bundesverband Solarwirtschaft die gesunkenen Preise auf Solarmodule, die zum großen Teil auf das Billigmodule-Angebot aus China zurückzuführen sind. Solarworld-Chef Frank Asbeck fordert daher die Politik auf, gegen die chinesischen Hersteller vorzugehen. In den USA hat er bereits eine Anti-Dumping-Klage gegen China erreicht. Nun fordere er das Gleiche auch von der EU, berichtet die FTD.

Von: Svetlana Kerschner

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