GBW-Studie: Genereller Inflationsschutz für Immobilien ist ein Märchen
Es gibt keinen generellen Inflationsschutz für Immobilien. Ob die Renditen aus Immobilieninvestments die Inflationsrate übersteigen, hängt vielmehr maßgeblich vom Standort sowie von der Art der Immobilien ab. Attraktive inflationsbereinigte Renditen bieten vor allem aktiv gemanagte Wohnungsbestände an wirtschaftsstarken Standorten in Westdeutschland.
Zu diesem Ergebnis kam eine langfristig angelegte Studie des Marktforschungsinstituts BulwienGesa, die im Auftrag des bayerischen Wohnungsunternehmens GBW Gruppe durchgeführt wurde. Dabei wurden die jährlichen Immobilienrenditen von Wohn- und Gewerbeimmobilien in 125 deutschen Städten seit 1975 analysiert.
Lediglich der Wohnimmobiliensektor in Westdeutschland hat sich mit 141 Prozent besser als die Inflation (130 Prozent) entwickelt. Der gesamtdeutsche Immobilienindex, der die Entwicklung der Mieten und Gebäudepreise abbildet, legte dagegen nur um 105 Prozent zu und lag damit unter der Inflation. Schuld sind insbesondere die unterdurchschnittlichen Werte von Wohnimmobilien in Nord- und Ostdeutschland. Die weit verbreitete Annahme, dass Immobilien besonders wertstabil sein sollen, ist somit weitestgehend widerlegt.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Wohnimmobilien sind weniger volatil als die Gewerbeimmobilien und hier insbesondere die Büroimmobilien. Damit sind sie besser zum Inflationsschutz geeignet, betonen die Forscher. „Wohnimmobilien gelten bei Investoren zwar als langweilig, bieten jedoch eine stabilere Performance als Gewerbeimmobilien“, erklärt Udo Scheffel, Vorstandsvorsitzender der GBW Gruppe.
Ganz vorn bei dem langfristigen Miet- und Preisvergleich liegen Wohngebäuden in Bayern. So hat sich der Immobilienindex für Wohnungen in der Landeshauptstadt München in den letzten 34 Jahren verdreifacht. Ähnlich verhält es sich in Regensburg und Rosenheim. Auch die Wohnimmobilienrenditen lagen in 14 der 15 untersuchten bayerischen Städte oberhalb der Inflationsrate.



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