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Aktualisiert am 21.07.2011: Wo herrscht Wohnungsdefizit? Wo werden welche Mieten gezahlt? Welche Standorte bieten die besten Ertragsperspektiven? Hier finden Sie aktuelle Statistiken zu den Immobilienmärkten.

19.09.2011 10:13
Rubrik: Immobilien

Geschlossene Fonds entdecken Studentenwohnheime

So stylisch sieht heutzutage studentisches Wohnen aus. Dafür
hat der Entwickler und Betreiber Youniq gesorgt, Foto: Youniq

Doppelter Abiturjahrgang und keine Wehrpflicht – für Studenten wird der Wohnungsmarkt zum Problem. Der Finanzmarkt hilft und entdeckt den Charme von 22 Quadratmetern

Der gemeine Student hat kein üppiges Budget. Darum gibt es Studentenwohnheime, die für kleines Geld ein Dach über dem Kopf bieten. Für durchschnittlich 200 Euro sind die Plätze der bundesweit 58 Studentenwerke zu haben.

Die Sache hat allerdings einen Haken, denn es gibt nur rund 181.000 Plätze, aber insgesamt rund 2,2 Millionen Studierende. Bis 2015 kommen laut Kultusministerkonferenz allein wegen der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre 275.000 Studienanfänger hinzu. Und die träumen angesichts des meist spartanischen Ambientes nicht unbedingt von dieser Wohnform: So gaben bei der 19. Sozialerhebung von Hochschulinformationssystem (HIS) und Studentenwerk nur 8 Prozent der Studenten an, in einem Wohnheim leben zu wollen.

Andererseits fehlt für die eigene Wohnung auf dem freien Markt oftmals das nötige Kleingeld. Nicht unbedingt preiswert, aber komfortabel sind Apartments privater Betreiber. Sie sind meist zentral gelegen, komplett möbliert und keineswegs altbacken.

So heuerte etwa der Börsenneuling Youniq den Stararchitekten Matteo Thun an, um den Studentenapartments den richtigen Schliff zu verpassen. So viel Design samt Waschküche, W-Lan und Fitnessraum kostet allerdings teils deutlich mehr, als Studenten im Schnitt für Wohnraum bezahlen. Für 28 Quadratmeter in Karlsruhe berechnet Youniq beispielsweise 430 Euro – immerhin 154 Euro mehr. Nur wenige Euro über dem Durchschnitt liegt die Youniq- Miete in Leipzig: 23 Quadratmeter kosten dort 245 Euro.

„Erst seit etwa drei, vier Jahren ist der Markt überhaupt ein Thema, mit dem sich Institutionelle und Privatinvestoren beschäftigen“, sagt Andreas Groß, Analyst für Hotel- und Spezialimmobilien beim Immobilien-Beratungsunternehmen Dr. Lübke.

Er begründet das zunehmende Interesse damit, dass die Akzeptanz für Studenten als Mieter steigt – Elternbürgschaft beziehungsweise marktüblich besicherter Generalmietvertrag vorausgesetzt. „Als bundesweit tätiger Entwickler und Betreiber ist bislang Youniq hervorzuheben“, sagt Matthias Pink vom Immobilienberatungsunternehmen Savills und Autor der Studie „Markt für Studentenapartments“.

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