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07.07.2009 18:21
Rubrik: Märkte

Studie: Risikobereitschaft der Privatanleger wächst

Quelle: Fotolia

Knapp 60 Prozent der Deutschen spielten im zweiten Quartal 2009 mit dem Gedanken, eine Geldanlage abzuschließen. Eine konkrete Absicht zur Geldanlage hatte hingegen nicht einmal jeder Fünfte. Auch wenn sichere Anlageklassen wie Tagesgeld, Festgeldkonto und Sparanlagen nach wie vor bevorzugt werden, wächst langsam das Interesse an riskanteren Investments.

Dies geht aus der aktuellen Studie „Absatzpotenzial Geldanlage“ von You Gov Psychonomics hervor. Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut befragt quartalsweise mindestens 1.200 Bundesbürger ab 18 Jahren zu ihren Anlageabsichten sowie zu den bevorzugten Finanzprodukten und Anbietern.

Derzeit beschäftigen sich 57 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich damit, eine Geldanlage abzuschließen – das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Eine konkrete Absicht zur Geldanlage in den nächsten drei Monaten haben dagegen nur 18 Prozent, und damit nur ein Prozentpunkt mehr als in der letzten Messung der Finanzmarkt-Studie.

Sichere Anlagemöglichkeiten wie Tagesgeld, Festgeldkonto und Sparanlagen stehen bei Abschlusswilligen immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Jedoch hat das Tagesgeld im Vergleich zum Vorquartal an Attraktivität eingebüßt. Die schlechteren Konditionen der Tagesgeldanbieter haben das Abschlusspotenzial von 50 auf 43 Prozent bei denjenigen reduziert, die ernsthaft eine Geldanlage in den nächsten drei Monaten planen.

Von den Befragten, die generell an Geldanlagen interessiert sind, würden 22 Prozent den Einstieg in Aktien und 17 Prozent in Aktienfonds bevorzugen. Immerhin sieben Prozent sind wieder an Zertifikaten interessiert. „Damit können sich Bankberater und Direktbroker wieder auf ein gewachsenes Kundenvertrauen auch zu riskanteren Anlagen einstellen“, kommentiert You Gov Psychonomics.

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