Erster Erfolg des Boni-Kontrolleurs: Bank-of-America-Chef verzichtet auf Gehalt
Die Entrüstungswelle über die hohen Gehälter und Boni bei Banken, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, trägt in den USA anscheinend Früchte. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise zwingt die US-Regierung einen scheidenden Bankchef dazu, auf Millionenzahlungen zu verzichten.
Der Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis, der unter massivem Druck das Unternehmen zum Jahresende verlassen muss, erhält für das laufende Jahr keine Bezahlung. Damit verzichtet er auf 1,5 Millionen US-Dollar Grundgehalt sowie auf den Bonus.
Lewis habe sich zu dem Verzicht bereit erklärt, weil er der Bank nicht durch einen Rechtsstreit mit dem Gehaltskontrolleur der US-Regierung, Kenneth Feinberg, schaden wolle, sagte ein Konzernsprecher. Zu der Frage, ob auch Pensionszahlungen an Lewis gekürzt werden, wollte sich der Sprecher indes nicht äußern. Lewis stehen noch Aktienoptionen und Rentenansprüche zu, deren Höhe nach Medienangaben zwischen 69 und 125 Millionen Dollar liegen soll.
Lewis hatte sich vor rund einem Jahr mit der Milliardenübernahme der Investmentbank Merrill Lynch verhoben. Zudem wird der Bank vorgeworfen, ihre Aktionäre dabei falsch informiert zu haben.
In Deutschland erlitt am Donnerstag die Commerzbank im Streit um millionenschwere Bonuszahlungen eine Niederlage vor dem Frankfurter Arbeitsgericht. Sie muss dem ausgeschiedenen Investment-Banker der Dresdner Bank, Jens-Peter Neumann, eine Abfindung von 1,5 Millionen Euro zahlen. Diese könne nicht mit dem bereits gewährten Bonus von 3 Millionen Dollar verrechnet werden, so das Gerichtsurteil.




















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