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30.08.2010 13:54
Rubrik: Finanzboulevard

Fit und voller Tatendrang: Warren Buffett wird 80

Warren Buffett; Quelle: Getty Images

Superinvestor, Milliardär, Wohltäter – und ein Mensch mit Sinn für Humor: Warren Buffett feiert heute seinen 80. Geburtstag. DAS INVESTMENT.com fasst interessante und kuriose Informationen über den drittreichsten Menschen der Welt zusammen.

Früh übt sich, was ein Meister-Investor werden will: Seinen Geschäftssinn hat Warren Buffett bereits im zarten Alter von sechs Jahren bewiesen. Das zweite Kind des Brokers und späteren Kongressabgeordneten Howard Buffett investierte sein erstes Taschengeld in Coca-Cola Sixpacks, die er für 25 Cent kaufte. Anschließend verkaufte er die Flasche für 5 Cent und verdiente so sein erstes eigenes Geld.

Seine ersten Erfahrungen mit Geldanlagen und dem Aktiengeschäft machte Buffett im Unternehmen seines Vaters. Dort erwarb er im Alter von elf Jahren seine ersten drei Aktien, die er kurze Zeit später mit Gewinn verkaufte. Es handelte sich um Vorzugsaktien des Unternehmens Cities Service, der späteren Citgo Petroleum Corporation (Citgo), die sich heute im Staatsbesitz von Venezuela befindet. Mit 14 Jahren kaufte Buffett eine 16 Hektar große Farm in Omaha für 1.200 US-Dollar, die er verpachtete. Mit 17 versuchte er sich als Autovermieter – er kaufte zusammen mit zwei Freunden einen Rolls Royce für 350 US-Dollar, um diesen für 35 Dollar pro Tag auszuleihen.

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Gewinnbringende Geschäftsideen hat der Multi-Milliardär immer noch: Fondsmanager und Finanzexperten lassen regelmäßig Millionenbeträge springen, um einen Lunch mit dem Investment-Guru zu ersteigern. Der Erlös der Auktion, die seit 2000 jährlich stattfindet, geht an die Glide Stiftung – eine in San Francisco ansässige Wohltätigkeitsorganisation, die Mahlzeiten, Gesundheitsversorgung und Kinderpflege für Arme und Obdachlose anbietet.

Für wohltätige Zwecke macht Buffett auch vor seinem Privatvermögen nicht halt. Mit „The Giving Pledge“ rief der Starinvestor zusammen mit dem Microsoft-Gründer Bill Gates eine Kampagne ins Leben, bei der sich 40 US-Milliardäre bereit erklärten, mindestens die Hälfte ihres Vermögens an karitative Einrichtungen zu spenden. Auch der Initiator ging mit gutem Beispiel voran: Warren Buffett hat bereits 6 Milliarden Euro für die Bill-und-Melinda-Gates-Foundation gespendet. Vor einigen Jahren versprach er außerdem, dass nach seinem Tod 99 Prozent seines Vermögens der Stiftung zu Gute kommen.

Musterschüler

Während andere erfolgreiche Menschen wie Bill Gates kein abgeschlossenes Studium vorweisen können, erwies sich Warren Buffet als ein Musterschüler. Denn der spätere Milliardär war der einzige Absolvent der Columbia University Business School, dem Benjamin Graham, Vater der Fundamentalanalyse und des Value-Investing, der dort lehrte, zum Abschluss je die Bestnote zusprach. Anschließend stellte Graham Buffett in seiner Investmentfirma ein.

Seinen größten Erfolg feierte Buffett mit der kleinen Textilfirma Berkshire Hathaway, die er 1965 kaufte und in eine Holdinggesellschaft mit Schwerpunkt im Versicherungsgeschäft umwandelte. Mit mehr als 80 Tochterfirmen und Beteiligungen an zahlreichen Großkonzernen ist Berkshire Hathaway mittlerweile eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.

„Ich liebe Wetteinsätze“

Buffetts erfolgreiche Investmentphilosophie ist denkbar einfach: Er investiert in ein Unternehmen nur, wenn er dessen Geschäfte versteht, die langfristigen Aussichten gut sind, das Unternehmen von kompetenten und ehrlichen Managern geleitet wird und sehr attraktiv bewertet ist. Auch der Wettgedanke ist dem Starinvestor nicht fremd. „Ich liebe Wetteinsätze“, kommentierte er Ende vergangenen Jahres, als Berkshire Hathaway mit Burlington Northern Santa Fe die zweitgrößte Eisenbahngesellschaft in den USA erwarb.

Eine andere Wette brachte seiner Holding hingegen massive Verluste ein. Der Superinvestor, der Derivate früher stets als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“ ablehnte, hatte kürzlich seine Meinung geändert – und viel Geld verloren. Buffetts Entscheidung, im zweiten Quartal auf steigende Aktienindizes zu spekulieren, kostete seine Gesellschaft Berkshire Hathaway 1,4 Milliarden US-Dollar.

Von: Svetlana Kerschner

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