Chinas Weg zur Konsumgesellschaft

Chinas Weg zur Konsumgesellschaft

User-Highlights

Der große Marktausblick 2012

Der große Marktausblick 2012

Wohin tendieren die Weltbörsen? Wo ist Geld noch sicher? Welche Investments versprechen ordentliche Renditen?

Gold

 Gold

Die Krisenwährung im Höhenrausch: Sicherer Hafen oder der Beginn einer neuen Blase? News, Analysen und Expertenmeinungen.

Euro-Bonds

 Euro-Bonds

Bon-Bonds oder Euro-Bombs. Wie sinnvoll sind europäische Schuldscheine? Was wären die Folgen für das Management von Rentenmandaten?

Schuldenkrise

Regulierung der Finanzbranche

Die Schuldenkrise spitzt sich zu, die Börse stürzen ab. Wir liefern Analysen, News und Hintergründe.

Topnews

Facebook

Das Wichtigste in einem Bild

 Topnews in Bildern
20.01.2011 22:50
Rubrik: Märkte

Drei, zwei, eins – weg: Ebay als Rohstoffbörse

Kupfer-Kauf auf Ebay

Der Rohstoff-Boom treibt merkwürdige Blüten. 24 Tonnen Kupfer für 249.000 Euro oder 24 Tonnen Steinkohle für 6.999 Euro – und das Ganze mal zehn: Die Shopping-Website Ebay wurde für ein paar Tage zur Rohstoffbörse. DAS INVESTMENT.com buddelte nach.

Kupfer, Kohle und Co. sind die Baustoffe der größten Wachstumsstory des Jahrhunderts. Ohne sie ist der rasante Aufschwung der Schwellenländer, allen voran Chinas, nicht denkbar. Sie werden darum immer knapper. Das wollte sich offenbar ein Berliner Händler zunutze machen und bot auf der Shopping-Website Ebay insgesamt 240 Tonnen Kupfer und 240 Tonnen Steinkohle zum Verkauf an – im Wert von insgesamt 2,5 Millionen Euro.

„Zunächst haben mich die beiden Ebay-Angebote für Kupfer und Kohle amüsiert. Als besonders seriös empfinde ich persönlich diese Angebote nicht“, sagt Leon Leschus, Rohstoff-Experte vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut. „Vielleicht liegt es daran, dass ich nur gewöhnt bin, Kleidung oder Alltagsgegenstände bei Ebay zu kaufen. Mit steigender Bedeutung der Rohstoffe könnten diese Angebote jedoch zunehmen.“ Auch Eugen Weinberg, Chef-Rohstoffanalyst der Commerzbank, ist amüsiert: „Es ist etwas zu teuer, aber lustig ist es schon.“

Die Frage nach der Herkunft konnte oder wollte der Verkäufer aus Berlin allerdings nicht beantworten. „Sie bertreiben Spionage“, hieß es gegenüber DAS INVESTMENT.com. Und: „Wir leben doch nicht in einem Partisanen-Staat, sondern in einer freien Marktwirtschaft.“ Das Gespräch war schnell beendet, ein Ende aber nicht in Sicht. Kurz darauf bekamen wir eine Email mit der Erklärung des Begriffs „Freie Marktwirtschaft“. Uns fehlte die Transparenz – und immer noch eine Antwort auf die Frage der Herkunft.

Und schwupp waren alle Angebote des Berliner Händlers von Ebay verschwunden. Kein Windrad mehr, kein Futter für die Biogasanlage, keine Telefonkarten, kein Kupfer und keine Kohle mehr. Wir wissen nicht, ob sich für alles ein Käufer gefunden hat. Drei, zwei, eins – weg.

Von: Astrid Lipsky

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.8 von 5. 5 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Kommentar schreiben

* - Pflichtfeld



CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*