Schwellenländer: Inflation erschwert Aufschwung

Supermarktmitarbeiter in Suining, China. Im vergangenen
Jahr stiegen die Nahrungsmittelpreise um fast 10 Prozent
Wirtschaftswachstum hat immer auch eine Schattenseite. Und die Schwellenländer lernen sie jetzt kennen.
Die Inflation ist zurück. Diesmal ist sie nicht in erster Linie das Ergebnis maroder Staatsfinanzen, wie noch vor ein paar Jahrzehnten, sondern Begleiterscheinung des inzwischen Jahre dauernden Wirtschaftswunders.
Dank Wachstum nehmen Kaufkraft und -lust der Menschen in vielen Schwellenländern stark zu. Die Unternehmen sind ausgelastet. Löhne steigen. Der Boom zieht Investoren und deren Geld aus dem Ausland an. Zudem fließen Rekordsummen als Geldanlage in die Rohstoffmärkte. Ergebnis: Die Preise ziehen an, vor allem für Nahrungsmittel. In China beispielweise verteuerte sich Essen zuletzt um fast 10 Prozent im Jahr.
Die lokalen Notenbanken reagieren, indem sie die Leitzinsen erhöhen. Zuletzt in Indien von 6,25 auf 6,50 Prozent und in Brasilien von 10,75 auf 11,25 Prozent. Das wird aber wiederum noch mehr Geld aus dem Ausland auf der Suche nach hohen Zinsen und festen Währungen anlocken. Die Geldmengen in den Boomländern werden sich weiter vergrößern – ein gutes Fundament für steigende Preise. Mag sein, dass diese Spirale den Aufholprozess der Schwellenländer nicht stoppen wird. Erschweren wird sie ihn auf jeden Fall. Welche Fondsmanager sich in den Bric-Ländern besonders bewährt haben, erfahren Sie hier.




















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